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Biotech Act
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Macht sich Europa zu klein?

Sie gilt als zu bürokratisch, zu langsam und zu abhängig von den USA und China. So oder ähnlich lautet das Bild, das viele von der Europäischen Union haben. Doch Europa hat auch kluge Köpfe, viel Expertise und einen großen Markt zu bieten, was es für viele Unternehmen attraktiv macht. Eins aber fehlt noch.
AutorKontaktAlexandra Amanatidou
Datum 03.07.2026  14:30 Uhr
Die Pläne des irischen Ratsvorsitzes im Gesundheitsbereich

Die Pläne des irischen Ratsvorsitzes im Gesundheitsbereich

Auch der EU-Ratsvorsitz, den Irland seit Anfang des Monats innehat, wurde gestern Abend mit hochrangigen Gästen thematisiert. Der Vorsitz im Rat der Europäischen Union wechselt alle sechs Monate turnusmäßig zwischen den EU-Mitgliedstaaten. Zuvor hatte Zypern den Vorsitz inne.

Irland möchte seinen Vorsitz auf drei Säulen aufbauen: Wettbewerbsfähigkeit, Werte und Sicherheit. Wie Muiris O’Connor, der stellvertretende Staatssekretär des irischen Gesundheitsministeriums, erklärte, soll auch Gesundheit eine Rolle spielen. »Eine gesunde Bevölkerung ist wirtschaftlich und gesellschaftlich aktiver.« In turbulenten Zeiten wie diesen sei es wichtig, dass Europa schnell, strategisch und geschlossen reagiere. »Als kleines Land sind wir uns bewusst, dass wir bezahlbare Medikamente benötigen und den Zugang zur Gesundheitsversorgung sicherstellen müssen.« Er plädierte dafür, Resilienz und Innovation zusammenzudenken.

Georg Kippels (CDU), Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium, sagte seinem irischen Amtskollegen seine Unterstützung zu und begrüßte das Vorhaben, die Resilienz Europas zu stärken. »Zusammen können wir die Bürokratie abbauen und Europa attraktiver machen«, sagte Kippels. Er lobte das Gesetzespaket Critical Medicines Act (CMA), das die Versorgungssicherheit mit unentbehrlichen Medikamenten (zum Beispiel Antibiotika, Insulin) garantieren und Lieferengpässe verhindern soll.

Kippels setzt auf Zusammenarbeit

Mit Blick auf mögliche Krisensituationen, Bioterrorismus und weitere Virenausbrüche plädierte er zudem für eine engere Zusammenarbeit zwischen den EU-Staaten. »Der aktuelle Ebola-Ausbruch zeigt uns, dass Viren keine Grenzen kennen. Zwar sind wir nicht direkt betroffen, doch jetzt sind Unterstützung und Solidarität gefragt.« Auch Florika Fink-Hooijer, die Generaldirektorin für Gesundheitsnotfallvorsorge und -reaktion (HERA) der Europäischen Kommission, betonte, dass Resilienz nicht erst in einer Krise entstehen sollte, sondern bereits im Voraus aufgebaut sein muss.

Es gibt jedoch auch Erfolge und Erkenntnisse aus der Corona-Pandemie, die jetzt umgesetzt werden. Fink-Hooijer nannte das Management beim Hantavirus als positives Beispiel. Die EU habe sich dabei an Japan gewandt und um Hilfe gebeten. Alles lief, ohne dass die Öffentlichkeit alarmiert wurde. Zudem waren klare Empfehlungen verfügbar, was die Situation erleichterte. Auch beim Ebola-Ausbruch seien die Strukturen und die Koordination besser als in der Vergangenheit.

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