Gemeinsam wollen Deutschland und Frankreich die europäische Pharmaindustrie stärken. / © Imago/Fotostand
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken hat am Rande der Weltgesundheitsversammlung (WHA) in Genf am 17. und 18. Mai 2026 mit Ihrer französischen Amtskollegin Stéphanie Rist eine gemeinsame Erklärung zur Stärkung der pharmazeutischen Industrie in Europa unterzeichnet. Das teilte das Bundesgesundheitsministerium (BMG) mit.
Ziel der Erklärung ist demnach die Stärkung des Standortes Deutschland sowie die langfristige Sicherung des Zugangs einer hochwertigen und innovativen Versorgung von Patientinnen und Patienten. Zur Konkretisierung soll eine deutsch-französische ministeriale Arbeitsgruppe für den kontinuierlichen bilateralen Austausch eingerichtet werden.
»Mit der gemeinsamen Erklärung vertiefen wir die gemeinsamen bilateralen Beziehungen zwischen Frankreich und Deutschland für einen relevanten Versorgungs- und Wirtschaftsbereich«, so Bundesgesundheitsministerin Nina Warken. Europa müsse seine Rolle als Standort für Forschung, Entwicklung und Produktion von Arzneimitteln stärken.
»Deutschland und Frankreich stehen dabei fest zusammen, um den globalen Herausforderungen abgestimmt zu begegnen. Gemeinsam wollen wir die Rahmenbedingungen für eine resiliente und zukunftsfähige Arzneimittellandschaft verbessern. Damit senden wir ein klares Signal an die pharmazeutische Industrie in Europa und bekennen uns zur Standortsicherung sowie damit auch zur Gesundheitssicherung in Europa«, erklärte Warken.
Das BMG nennt die folgenden Ziele, die in der gemeinsamen Erklärung formuliert werden:
Das Bundesministerium für Gesundheit verspricht, dass man gemeinsam mit Frankreich auf EU-Ebene langfristige strukturelle Reformen unterstützen wird, die darauf abzielen, die Attraktivität und Resilienz der Arzneimittellandschaft wiederherzustellen sowie langfristig zu erhalten – etwa im Rahmen des Biotech Act oder den Critical Medicines Act.