Insbesondere bei leichten Beschwerden stellen pflanzliche Mono- oder Kombinationspräparate häufig verwendete Therapieoptionen dar. Enthalten sind beispielsweise Phytosterole (etwa Apoprostat®), Extrakte aus Sägepalmenfrüchten (etwa Prostagutt® uno) oder eine Kombination aus Sägepalmenfrüchten- und Brennnesselwurzelextrakt (etwa Prostagut® duo), Kürbissamen-Extrakt (etwa Granu Fink® Prosta forte) oder Extrakten aus Pollen von Roggen, Timothy-Gras und Mais (etwa Pollstimol®).
Bevor sie im Rahmen einer Selbstmedikation zum Einsatz kommen, ist der Gang zum Arzt ratsam – zum einen, um andere Erkrankungen mit ähnlichem Beschwerdebild auszuschließen, zum anderen, um durch regelmäßige Kontrolluntersuchungen Informationen über den Verlauf des BPS zu erhalten. Patienten sollten darauf hingewiesen werden, dass eine Wirkung in der Regel erst nach mehreren Wochen regelmäßiger Einnahme einsetzt. Wichtig zu betonen ist zudem, dass Phytopharmaka Beschwerden lindern können, aber keine Verkleinerung der Prostata bewirken. Nicht angewendet werden sollen sie bei Patienten mit deutlich obstruktiven Symptomen.