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Bestellungen Ende Januar

Liefermenge für Comirnaty steigt wieder

Nachdem die EU am 21. Dezember 2021 genehmigt hatte, die Haltbarkeit von tiefgekühltem Spikevax von sieben auf neun Monate zu verlängern, gilt das neue Verfallsdatum auch für die Covid-19-Impfstoffe, die bereits in der Lieferkette sind. Der DAV weist noch einmal ausdrücklich darauf hin, dass die verlängerten Fristen »ausschließlich für die Lagerung bei Temperaturen zwischen -25 und -15 °C« gelten. Für eine bereits aufgetaute Durchstechflasche beträgt die Haltbarkeit unverändert 30 Tage einschließlich einer möglichen Transportzeit von 12 Stunden bei einer Lagerungstemperatur von 2 bis 8 °C . »Um Irritationen wegen der Auslieferung vermeintlich verfallenen Vials Spikvax® zu vermeiden, sollten die Ärztinnen und Ärzte unbedingt auf diesen Sachverhalt hingewiesen werden», empfiehlt der DAV.

Und noch eine Neuerung gibt es: Seit dem 7. Januar 2022 liefert Biontech neue Impfetiketten für Comirnaty aus. Die neuen Etiketten sind laut DAV zum einen farblich so gestaltet, dass sie sich einfacher den unterschiedlichen Formulierungen zuordnen lassen, zum anderen erhalten sie erweiterte Sicherheitsmerkmale, um die Echtheitsprüfung in Zukunft zu vereinfachen.

Phagro lieferte 125 Millionen Impfstoffdosen aus

Seit dem Start der Impfkampagne Anfang April 2021 haben sich die beteiligten Akteure gut eingespielt. Das professionelle Zusammenwirken von Impfstoffherstellern, dem Zentrallager der Bundeswehr, Apotheken und pharmazeutischem Großhandel ist dabei der Schlüssel zum Erfolg. Zu diesem Schluss kommt André Blümel, der Vorsitzende des Bundesverbands des pharmazeutischen Großhandels (Phagro), als er die Jahresbilanz 2021 präsentierte. Demzufolge hat der Großhandel im vergangenen Jahr 125 Millionen Covid-19-Impfdosen ausgeliefert.

Die Ankündigung von Bundeskanzler Olaf Scholz, bis Jahresende 30 Millionen zusätzliche Impfungen erreichen zu wollen, habe der Impfkampagne erneut Schwung gegeben, so Blümel. Damit hätten sich im Laufe des vergangenen Novembers die wöchentlichen Lieferungen sogar verzehnfacht auf dann mehr als 11 Millionen Dosen. Blümel: »Der Rekordwert wurde in der Woche vom 13. Dezember erreicht: 15 Millionen Impfdosen plus Zubehör in einer Woche«.

Rückblickend zählt der Phagro noch einmal die logistischen Herausforderungen und Investitionen auf, die für ihn mit den Impfstoffauslieferungen einhergingen, unter anderem das Vergrößern der Tiefkühllagerkapazitäten, die Beschaffung temperaturgeführter Transportbehälter sowie die Schulung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Umgang mit den Impfstoffen. Blümel nennt die Zeit »eine Kraftanstrengung«, die in Handarbeit geschehen sei.

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