Zusätzlich wird das ambulante Lipidmonitoring detailliert dargestellt: Zur Therapiekontrolle soll der LDL-Wert leitliniengerecht vier bis sechs Wochen nach jeder Therapieanpassung bestimmt werden. Bei LDL-Werten ≥ 55 mg/dl wird eine Therapieeskalation durch Dosissteigerung auf die maximal verträgliche Dosis oder Kombination von Statinen mit Ezetimib, Bempedoinsäure oder PCSK9-Inhibitoren empfohlen.
Auch mögliche unerwünschte Arzneimittelwirkungen wie Statin-assoziierte Muskelsymptome oder Leberwerterhöhungen, deren laborchemische Kontrolle und das weitere therapeutische Vorgehen bei deren Auftreten werden in dem Leitfaden thematisiert.
Krankenhausapotheker können sich aktiv durch interprofessionelle Zusammenarbeit und Etablierung eines neuen Praxisleitfadens an der Verbesserung der LDL-Zielwerterreichung von ACS-Patienten beteiligen. Dadurch können beide aktuell im Lipidmanagement geltenden Ansätze »the lower the better« sowie »strike early and strike strong« bestmöglich umgesetzt werden.