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Fünf Jahre danach
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Lehren aus der Pandemie

Vor ziemlich genau fünf Jahren begann die Coronapandemie: Ein Ausnahmezustand, der drastische Einschnitte in den gewohnten Lebensabläufen, aber auch riesige Fortschritte in der Forschung mit sich brachte. Was bleibt in Medizin und Wissenschaft davon – und was kann helfen, auf künftige Pandemien besser vorbereitet zu sein?

Erreger im Abwasser

SARS-CoV-2 und andere Krankheitserreger wie etwa Grippeviren werden mit den Fäkalien und dem Urin ausgeschieden und können daher im Abwasser nachgewiesen werden. Regelmäßige Untersuchungen von Proben aus verschiedenen Standorten können somit zur Überwachung der Infektionslage – unabhängig von der Teststrategie – beitragen. In der Pandemie entstand AMELAG, das SARS-CoV-2 überwacht (Kasten).

Es könnte auch bei der Identifizierung von neuen Erregern mit pandemischem Potenzial helfen. Inwieweit auch Influenza-Virustypen wie das Vogelgrippevirus H5N1 sequenziert und erkannt werden können, werde derzeit geprüft, informiert das RKI auf Nachfrage der PZ. Da die Strukturen des Abwassermonitorings bereits bestehen, könnte bei einer zukünftigen Pandemie ein neuer Erreger schnell auch im Abwasser überwacht werden – vorausgesetzt, sein Genom ist bekannt und er ist prinzipiell im Abwasser vorhanden. »Der Vorteil ist jetzt, dass viele Länder auf der Welt nun ein bestehendes, gut ausgebautes Abwassermonitoring haben und gut vernetzt sind«, heißt es vom RKI.

Aus Sicht der Behörde müssen einige neu etablierte Surveillance-Strukturen verstetigt und die digitale Infrastruktur gestärkt und ausgebaut werden. Wichtig sei etwa, eine Verknüpfung von Datenquellen zu schaffen, um so beispielsweise Meldedaten mit Daten des Erregererbguts abgleichen zu können.

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