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Sächsischer Apothekertag
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Kretschmer: Apothekenreform braucht Dialog

Das Apothekensterben schreitet weiter voran. In Sachsen sind im vergangenen Jahr 20 Offizinen vom Netz gegangen und es drohen weitere Schließungen. Um den Trend aufzuhalten, braucht es dringend Reformen und eine wirtschaftliche Stabilisierung der Vor-Ort-Apotheken. Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) warb beim Sächsischen Apothekertag in Dresden für Dialogbereitschaft.
AutorKontaktBrigitte M. Gensthaler
AutorKontaktEv Tebroke
Datum 13.04.2024  17:50 Uhr

Köpping: »Wir wissen um die Probleme der Apotheker«

Auf den Dialog mit den Apotheken setzt auch Petra Köpping, sächsische Staatsministerin für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, in ihrem Grußwort. »Wir wissen um die Probleme der Apotheker«, versicherte die SPD-Politikerin und sprach Lieferengpässe, Bürokratiewust und Fachkräftemangel an.

»Im Jahr 2030 wird Sachsen laut Prognose das Bundesland mit der durchschnittlich ältesten Bevölkerung in Deutschland sein und darauf müssen wir uns vorbereiten«, mahnte die Ministerin. Eine Option sei die Digitalisierung, aber gerade in den Apotheken gehe es weiterhin sehr viel um den persönlichen Kontakt. Daher setze sie sich für mehr Studienplätze für Apotheker ein. Dazu müssten im neuen Haushalt entsprechende Gelder bereitgestellt werden. Sie hielt zudem die Anwerbung von Fachkräften für Apotheken im Ausland, ähnlich wie bei Pflegekräften, für möglich.

Auch die Sozialministerin warb für mehr Kooperation. »Wir wollen möglichst alle Gesundheitsbereiche miteinander verzahnen – mit dem Ziel der bestmöglichen Versorgung der Patienten.«

Wie der Ministerpräsident zeigte sich auch Köpping besorgt wegen der bevorstehenden Wahlen. »Wir haben Angst, dass wir keine demokratische Regierung mehr bilden können.« Sie wolle die Mehr-Parteien-Koalition fortsetzen. »Es geht um uns alle«, warb die Politikerin für die Demokratie.

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