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Allergisches Ekzem

Kontakt mit Folgen

Entzündung dimmen

Betroffene gehen am besten wie folgt vor: Offene oder nässende Hautstellen kühlt man am besten mit feuchten Umschlägen. Dazu Baumwolltücher in kaltes oder höchstens lauwarmes Wasser legen. Dieses kann mit schwarzem Tee oder Badezusätzen aus synthetischen Gerbstoffen (wie Tannolact® 40 Badezusatz, Tannosynt® flüssig) versetzt sein. Tipps: Bei akut entzündeter Haut, die bereits bei leichter Berührung brennt und schmerzt, die vom Hersteller genannte Konzentration verringern. Juckreiz am ganzen Körper gebietet eine kurze kalte Dusche Einhalt.

Bei intakter Haut helfen wasserhaltige Zubereitungen wie Lotionen oder Sprays, beispielsweise mit lokalanästhesierendem Polidocanol (wie Anaesthesulf® Lotio), kühlendem Menthol (wie Eucerin® Akut Spray) oder Gerbstoffen (wie Tannolact® Lotio, Tannosynt® Lotio). Polidocanol gilt als weniger sensibilisierend als andere synthetische Lokalanästhetika. Ist die Haut nur gerötet und trocken, ihr Zustand also eher subakut, können Apotheker die Kombination von Harnstoff und Polidocanol empfehlen (wie in Optiderm® Lotio). Harnstoff würde offene Stellen reizen, was zu einem Brennen führt.

Hilft alles nichts, beruhigen topische Glucocorticoide die entzündete Haut. In Abhängigkeit von der Wirkpotenz werden die Cortisol-Abkömmlinge in vier Klassen eingeteilt. Nur die Glucocorticoide der ersten Stufe eignen sich kurzzeitig zur Selbstmedikation, beispielsweise um die Zeit bis zum Arztbesuch zu überbrücken. Derzeit sind allerdings nur Hydrocortison und Hydrocortisonacetat in einer Konzentration bis 0,5 Prozent ohne Rezept erhältlich.

Beim Kontaktekzem sind meist die 0,5-prozentigen Zubereitungen indiziert. Im Gesicht oder in Hautfalten wird man mit 0,25-prozentigen Präparaten auskommen, da dort die Haut dünner beziehungsweise das Stratum corneum schmaler ist. Der Arzneistoff kann also schneller und stärker resorbiert werden. Die Akutphase erfordert die ein- bis dreimal tägliche Anwendung, dann langsam ausschleichen. Die Anwendungsdauer sollte bei der 0,25-prozentigen Zubereitung vier Wochen und bei der höher konzentrierten Zubereitung zwei Wochen nicht überschreiten. Die Behandlungsfläche sollte nie mehr als ein Zehntel der Körperoberfläche betragen.

Bei der Abgabe sollten Apotheker auf eine geeignete Grundlage achten. Sie richtet sich nach der Lokalisierung des Hautproblems und vor allem nach dem aktuellen Hautzustand. Dabei gilt die Regel: »feucht auf feucht, fett auf trocken«. Sprays (wie Ebenol® 0,5 % Spray, Soventol HydroCort 0,5 % Spray) kühlen die Haut am besten, lassen sich berührungsfrei und auf stark behaarter Haut verteilen, eignen sich für stark juckende, normale bis fettige Haut. Cremogele (wie Soventol HydroCort 0,25 %) kühlen und pflegen zugleich. Cremes (wie Fenistil® Hydrocort Creme 0,5 %, Hydrogalen® 0,5 %) eignen sich für mäßig trockene Haut, auch mit nässenden Läsionen. Noch fettender sind Salben, die deshalb bei sehr trockenen Dermatosen zum Einsatz kommen. In Körperfalten und bei nässenden Hautbeschwerden sind sie jedoch nicht die richtige Wahl.

 

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