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CDU-Forderung
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Klingbeil soll Sparvorschläge machen

Die CDU verlangt von SPD-Finanzminister Lars Klingbeil konkrete Sparvorschläge. Am Wochenende hatte SPD-Generalsektretär Matthias Miersch ins Spiel gebracht, angesichts der Iran-Krise und ihrer wirtschaftlichen Folgen nötigenfalls die Schuldenbremse auszusetzen. Das bezeichnet die CDU als »politische Faulheit«.
AutorKontaktdpa
Datum 27.04.2026  10:29 Uhr

Führende Politiker der CDU lehnen den SPD-Vorstoß zur Aussetzung der Schuldenbremse ab und fordern im Gegenzug ein Sparpaket von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD). »Wer heute leichtfertig neue Schulden macht, treibt die Inflation und belastet die kommenden Generationen«, sagte Unions-Fraktionsvize Sepp Müller der »Bild«.

Der Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende des Parlamentskreises Mittelstand (PKM), Christian von Stetten, sagte »Bild«: »Die SPD-Verantwortlichen suchen jede Woche einen neuen Grund, um die Schulden erhöhen zu können. Das darf nicht passieren. Der Finanzminister muss jetzt seinen Job machen und Kürzungsvorschläge vorlegen.« Nötig seien Sparmaßnahmen und Kürzungen in den Ministerien.

Die schwarz-rote Koalition steht vor entscheidenden Tagen. Am Mittwoch will Klingbeil die Eckpunkte für den Haushalt 2027 und seine Planung für die Folgejahre ins Kabinett bringen. Parallel dazu soll auch die Gesundheitsreform von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) beschlossen werden. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hatte das Paket vor gut zwei Wochen vorgestellt, großteils unabgestimmt. Innerhalb der Koalition wird seitdem über zentrale Sparansätze gestritten.

Am Wochenende hatte SPD-Fraktionschef Matthias Miersch überraschend das Aussetzen der Schuldenbremse für den Fall ins Spiel gebracht hat, dass die Iran-Krise mit ihren massiven wirtschaftlichen Auswirkungen anhalten sollte. Im schlimmsten Fall müssten alle Optionen auf den Tisch, dazu könne auch zählen, eine Haushaltsnotlage auszurufen, also einen Überschreitensbeschluss zu fassen und womöglich neue Schulden aufzunehmen, sagte Miersch der »Neuen Osnabrücker Zeitung«.

Ein solcher Beschluss bedeutet, dass der Bundestag die Ausnahmeregelung der Schuldenbremse im Grundgesetz nutzt. Diese ermöglicht es, dass der Bund in »außergewöhnlichen Notsituationen« mehr Kredite aufnimmt als normalerweise erlaubt. Beim Koalitionspartner Union stieß Miersch damit umgehend auf heftigen Widerstand. »Jetzt von neuen Schulden zu sprechen, ist Ausdruck politischer Faulheit«, empörte sich CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann.

Auch Unions-Fraktionsvize Mathias Middelberg fordert mehr Ehrgeiz beim Sparen. Im Haushalt 2027 fehlten mehr als 20 Milliarden Euro, für die folgenden Jahre seien Haushaltslöcher von mehr als 60 Milliarden Euro zu erwarten, sagte der CDU-Politiker der »Neuen Osnabrücker Zeitung«.

Rückendeckung bekommt Miersch dagegen aus den eigenen Reihen. Auch Bundesumweltminister Carsten Schneider schließt wegen der aktuellen Iran-Krise und ihrer Folgen für Verbraucher und Wirtschaft eine Haushaltsnotlage nicht aus. »Wir müssen auf Sicht fahren, das geht in so einer Krisensituation gar nicht anders«, sagte der SPD-Politiker am Abend in der ARD-Sendung »Bericht aus Berlin«. Deswegen könne er nichts ausschließen. »Aber wir zielen nicht darauf ab.«

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