Der Parlamentarische Staatssekretär im BMG, Georg Kippels (CDU), sprach sich laut des Apothekerverbands in seinem gesundheitspolitischen Bericht im Hinblick auf das ApoVWG erneut dafür aus, das Berufsbild der Apotheken weiterzuentwickeln. »In bewegten Zeiten« benötige eine sich wandelnde Gesellschaft auch eine zukunftsorientierte Versorgung von Patientinnen und Patienten. Apotheken seien eine niedrigschwellige Anlaufstelle in der Gesundheitsversorgung und Prävention. Er verwies dabei unter anderem auf die neuen Möglichkeiten von Impfungen und Blutabnahmen in der Apotheke.
Bezugnehmend auf die geplante zweistufige Fixumserhöhung wies er darauf hin, dass sich diese Verordnung aktuell in der Abstimmung zwischen dem Bundeswirtschafts- und Bundesgesundheitsministerium befinde.
Auch der Versandhandel sei ein relevantes Thema. Kippels bezeichnete den Versandhandel mit Arzneimitteln aus dem Ausland im Hinblick auf die Benachteiligung von Apotheken vor Ort als »Wildwuchs« und »Fehlentwicklung«, den man gemeinsam einhegen müsse.
Darüber hinaus nahm Kippels auf das geplante Gesundheitssicherungsgesetz (GSG) Bezug, das die Schnittstelle zwischen Gesundheits- und Sicherheitspolitik bilden und die Arzneimittel- und Medizinprodukteversorgung in Krisen- und Verteidigungsfällen sichern soll, sowie das Digital-Gesetz (DigiG). Als Beispiel nannte Kippels hier den digitalen Impfpass (e-Impfpass), der ab 2027 wirksam werden könnte.
Abschließend betonte er die Wichtigkeit, Gesetze stetig weiterzuentwickeln. Ein Gesetz werde besser, so Kippels, wenn man es in der Praxis gemeinsam bearbeite. Dabei sei die Dialog- und Diskussionsbereitschaft von beiden Partnern entscheidend.