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Studie belegt
Kinder haben geringeres Infektionsrisiko für Covid-19

Hamburg: Ältere Kinder haben häufiger Antikörper

In eine ähnliche Richtungen weisen erste Ergebnisse der Hamburger C19.CHILD-Studie. Bei älteren Kindern lassen sich häufiger Antikörper gegen SARS-CoV-2 nachweisen als bei jüngeren – das ist das Zwischenfazit der Studie, die derzeit am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) läuft. Bei 36 von 2436 getesteten Kindern seien Antikörper im Blut gefunden worden, sagte die Direktorin der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin des UKE, Professor Dr.Ania C. Muntau, am Freitag zu der vorläufigen Auswertung.

«Die Studienteilnehmer stammen aus allen Hamburger Stadtteilen und setzen sich aus 46,4 Prozent weiblichen und 53,6 Prozent männlichen Probanden aller Altersgruppen zusammen. Im Schnitt sind die Teilnehmenden 7,4 Jahre alt», teilte das UKE mit. Im Vergleich mit der Hamburger Kinderbevölkerung seien alle Altersgruppen gut in der Studie repräsentiert. Die junge und mittlere Altersgruppe bis zu 10 Jahren sei in der Studie etwas stärker vertreten, die Altersgruppe 10 bis 18 etwas schwächer.

Bei der Altersgruppe von 0 bis 9 Jahren ergab sich den Angaben zufolge 1 Prozent positive Antikörper-Nachweise, in der Altersgruppe 10 bis 18 Jahre waren es 2 Prozent. Der Unterschied sei statistisch signifikant. In die noch bis Ende Juni laufende Studie C19.CHILD Hamburg sollen Daten von rund 6000 gesunden und chronisch kranken Kindern und Jugendlichen mit und ohne Symptomen einer Covid-19-Infektion einbezogen werden. An der Studie beteiligten sich neben dem Kinder-UKE auch alle anderen Hamburger Kinderkliniken.

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