Diese Einschätzung zur Gefährdung teilt auch die EU-Gesundheitsbehörde ECDC: Selbst wenn es zu einer Übertragung des Andes-Virus durch Passagiere käme, die vom Schiff evakuiert wurden, sei das Virus nicht leicht weiter übertragbar, »sodass es unwahrscheinlich ist, dass es zu vielen Infektionsfällen oder einem großflächigen Ausbruch in der Bevölkerung käme«.
Das Risiko für die Allgemeinbevölkerung in der EU durch eine Ausbreitung des Andes-Virus infolge des Ausbruchs auf dem Kreuzfahrtschiff sei sehr gering. »Die Kombination aus Isolation, Kontaktverfolgung und medizinischer Überwachung dürfte das Geschehen vergleichsweise gut kontrollierbar machen«, sagte auch Mikrobiologe Professor Dr. Roman Wölfel von der Universität der Bundeswehr in München.