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ABDA-Umfrage
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Jede zweite Apotheke bereit zum Boostern

Bald könnten auch Apotheker, Zahn-und Tierärzte Coronavirus-Impfungen verabreichen. In der Apothekerschaft scheint die Resonanz auf die neue Aufgabe durchaus positiv: Einer Umfrage der ABDA zufolge sind bundesweit viele Apothekenleiter grundsätzlich gewillt, sich an den Covid-19-Impfungen zu beteiligen. Viele müssten sich aber zunächst noch schulen lassen.
AutorKontaktEv Tebroke
Datum 09.12.2021  16:24 Uhr

Thema Impfen als »Blaupause«

Grundsätzlich sieht die ABDA-Präsidentin das Thema Corona-Impfung in Apotheken als »Blaupause« für die Umsetzung künftiger pharmazeutischer Dienstleistungen. Was die Vergütung der Impfungen anbelangt, so pocht die Apothekerschaft auf ein ebenso hohes Honorar wie die Ärzte. Derzeit erhalten die Kassenärzte 28 Euro je Impfung. Für Impfungen an Samstagen, Sonn- und Feiertagen sowie am 24. und 31. Dezember gibt es zusätzlich 8 Euro zusätzlich je Impfung. Neben der Vergütung gilt es nach Verabschiedung des Impfpräventionsgesetzes auch noch andere Details zu regeln. Die ABDA weist in diesem Zusammenhang zum Beispiel auch auf die Meldewege der Zahl der geimpften Personen an das Robert Koch-Institut hin. Auf der gestrigen Anhörung im Bundestag hatte Overwiening dafür das DAV-Portal als mögliche Lösung ins Spiel gebracht.

In der Bevölkerung stößt ein mögliches Impfangebot in Apotheken derweil auf mehrheitlichen Zuspruch: 63 Prozent der Deutschen sind grundsätzlich bereit, sich auch in einer Apotheke gegen Covid-19 impfen zu lassen. Das ergab eine Forsa-Umfrage im Auftrag der Fernsehsender RTL und n-tv. Demnach könnten sich zudem 33 Prozent der Befragten eine Impfung durch einen Tierarzt vorstellen. Ein gutes Drittel (34 Prozent) hingegen lehnen diese beiden alternativen Impflokalitäten grundsätzlich ab. Für die Erhebung wurden am 2. und 3. Dezember 2021 genau 1.001 Personen befragt.

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