| Alexandra Amanatidou |
| 18.03.2026 14:00 Uhr |
Deutschland neige zu einer Überregulierung und komme nur langsam voran. »Das liegt nicht nur an einem Faktor, sondern an mehreren. Etwa an der mangelnden Finanzierung von Innovationen«, sagte Zaby. Das Mindset in Universitäten und Forschungszentren sei gut, Probleme gebe es bei der Umsetzung.
Johna betonte, dass die Bevölkerung bei Änderungen im Gesundheitssystem mitgenommen werden müsse. Um neue Projekte schneller umzusetzen und nicht darauf warten zu müssen, bis sie bundesweit ausgerollt werden können, plädierte sie für Pilotprojekte, die zunächst in einem Bundesland stattfinden würden. »So könnte man aus den Fehlern lernen, bevor diese bundesweit ausgerollt werden.«
Im Digitalisierungszeitalter müsse sich das Mindset in Deutschland ändern. »Produkte kommen raus, auch wenn sie nicht perfekt sind. Sie werden getestet und im Laufe der Zeit verändert«, so Adjei. »Wir müssen mehr Toleranz entwickeln und wissen, dass wir nicht perfekt sein können. Denn im Bereich Digitalisierung entwickelt sich das Produkt jeden Tag weiter.«
Auch das Thema KI wurde angesprochen. Laut Ballast stellt KI traditionelle medizinische Vorgänge infrage und wird die Zukunft prägen. Doch Johna wies auch hier auf einen ethischen Aspekt hin: »Die KI kann sich auch verschlechtern, wir können so ein System nicht autonom arbeiten lassen. Wir müssen uns mit den ethischen Diskussionen zur Einsetzung von KI auseinandersetzen. Das müssen wir jetzt machen, weil es in fünf Jahren zu spät sein wird.«