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Covid-19-Impfungen in Apotheken

Impf-Schulungen laufen auf Hochbetrieb

Seit letzter Woche laufen in den meisten Kammerbezirken die Covid-19-Impfschulungen. In NRW sind sowohl Angebot als auch Nachfrage besonders groß. Die beiden Kammern zeigen sich zuversichtlich.
Svea Türschmann
17.01.2022  17:58 Uhr

Nach der Veröffentlichung des BAK-Curriculums, sind in vielen Kammerbezirken die praktischen Kurse der Covid-19- Impfschulungen vergangene Woche angelaufen. Nach Recherchen der PZ könnten Ende Januar bereits mehr als 7700 Apothekerinnen und Apotheker für die Impfung ausgebildet sein. Dabei haben sich die Kammern Westfalen-Lippe und Nordrhein das ambitionierte Ziel gesetzt, bis Ende des Monats insgesamt 4000 einsatzbereite Apotheker in NRW allein stellen zu können.

Das Interesse der Apothekerschaft in NRW scheint groß: Ein Großteil der 1200 Plätze in Westfalen-Lippe und der 1400 Plätze in Nordrhein seien bereits zu großen Teilen ausgebucht, erklärten die beiden Kammern am heutigen Montag in ihren Pressemitteilungen. Doch AKNR-Kammerpräsident Armin Hoffmann verspricht: »Wir werden so lange weitere Schulungen anbieten, bis jede Interessentin und jeder Interessent eine Schulung erhalten hat.« Die Kammer hat zudem eine Seite eingerichtet, über die Kammermitglieder alle Schulungsmaterialen abrufen sowie Inhaberinnen und Inhaber ihre Selbstauskunft komfortabel und unbürokratisch abgeben können.

AKWL-Kammerpräsidentin Gabriele Regina Overwiening sicherte sich bereits selbst einen Schulungsplatz und absolvierte ihre Schulung am Wochenende. Nach praktischen Hinweisen zur Aufklärung und zur Vorgehensweise im Falle allergischer Reaktionen des Patienten nach der Impfung, wurde zunächst das Setzen der Spritze an einem sogenannten Impftrainer geübt, erklärte sie. Dieser wird mithilfe einer Manschette am Oberarm befestigt und soll mit seiner Struktur menschliches Gewebe imitieren. »Doch am Ende setzen die Teilnehmenden sich gegenseitig je eine Spritze in den Arm – gefüllt mit Kochsalzlösung«, erklärte Overwiening.

Für Hoffmann und Overwiening gibt das gute Anlaufen der Schulungen Anlass zur Hoffnung, dass die Impfungen in der Apotheke ein echter »Booster für die Impfkampagne« werden können.

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