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Plastikspielzeug
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Hormonaktive Substanzen gefährden Kinder

Plastikspielzeug kann erhebliche Mengen an Schadstoffen enthalten. Vor allem Kleinkinder sind gefährdet. Worauf Verbraucher beim Spielzeugkauf achten sollen und warum man gebrauchte Plastiksachen nicht weitergeben sollte.
AutorKontaktBrigitte M. Gensthaler
Datum 28.11.2025  17:30 Uhr

Worauf beim Einkauf achten?

Beim Geschenkekauf sollte man auf geprüfte Produkte und Qualitätssiegel achten und auffällig riechende Ware nicht kaufen oder benutzen, empfahl Köhrle. »Das erhöht zudem den Druck auf die Hersteller, hochwertige Waren herzustellen.«

Aus Sicht der Nachhaltigkeit zwar einleuchtend, aber aus Gesundheitsgründen nicht zu empfehlen: älteres gebrauchtes Plastikspielzeug weiter zu verschenken. »Älteres Spielzeug ist oft noch viel stärker belastet und EDC und andere Schadstoffe werden bei beschädigten Oberflächen besonders gut freigesetzt«, erklärte der Arzt.

Man dürfe aber nicht nur die Verbraucher in die Pflicht nehmen. Köhrle forderte zugleich die Behörden auf, die EDC-Belastung von Kinderspielzeug, Kosmetika und täglichen Gebrauchsgegenständen zu stoppen und die Belastung von Nahrung und Umwelt zu reduzieren. Dies müsse genauso konsequent umgesetzt und kontrolliert werden wie bei karzinogenen, mutagenen und reproduktionstoxischen Chemikalien, den sogenannten CMR-Stoffen. »Wir müssen dieser Belastung möglichst früh Einhalt gebieten.«

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