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RKI setzt Impfziel
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Hohe Impfquote wegen Delta nötig

Im Kampf gegen das Coronavirus kommt es maßgeblich aufs Impfen an. Möglichst viele Menschen sollten mitmachen, fordern Politik und Wirtschaft. Das Robert Koch-Institut (RKI) nennt ein konkretes Ziel.
AutorKontaktdpa
Datum 06.07.2021  12:00 Uhr

Keine generelle Impfempfehlung für Kinder

Mit Blick auf den Schulstart nach den Sommerferien richten sich auch Erwartungen auf mehr Impfungen bei Kindern. SPD-Chefin Saskia Esken sagte der »Rheinischen Post« (Montag), sie hoffe, dass die Ständige Impfkommission (STIKO) »ihre eingeschränkte Impf-Empfehlung für Jugendliche bald überdenkt«. STIKO-Mitglied Dr. Martin Terhardt sagte auf dpa-Anfrage, man beobachte die Datenlage täglich und werde »gerade zu diesem Thema sicher schnell reagieren«, wenn es deutliche Änderungen gebe. Bisherige Daten lieferten noch keine ausreichenden Beweise für die Sicherheit des Impfstoffs in der Altersgruppe. Spahn sagte mit Blick auf die Kinderimpfung im Beisein seines niederländischen Amtskollegen Hugo de Jonge, er wolle vom niederländischen Beispiel lernen, ob die dort empfohlene Corona-Impfung der Ab-12-Jährigen gerade in Bezug auf die Delta-Variante im Herbst und Winter einen entscheidenden Unterschied mache.

Die STIKO hat vorerst keine generelle Impfempfehlung für Kinder ab zwölf Jahren ausgesprochen. Sie empfiehlt Impfungen nur für 12- bis 17-Jährige mit bestimmten Vorerkrankungen wie Adipositas. Unabhängig davon sind Impfungen aber als individuelle Entscheidung von Eltern mit ihren Kindern und den Ärztinnen und Ärzten möglich. Für Kinder unter 12 Jahren gibt es bislang keinen zugelassenen Impfstoff.

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