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RKI-Bericht
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Hitzewelle im Juni forderte mehr als 5000 Todesopfer

In diesem Jahr sind in Deutschland bereits mehr als 5000 Menschen hitzebedingt gestorben – die meisten davon in der Hitzewelle im Juni. Das geht aus den Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervor.
AutorKontaktChristina Hohmann-Jeddi
Datum 09.07.2026  14:30 Uhr

Auswirkungen des Klimawandels

Dass Hitzeperioden in Zukunft zunehmen und die hitzebedingte Sterblichkeit steigen wird, gilt als gesichert. Was häufig aber nicht berücksichtigt wird, ist, dass die Zahl der kältebedingten Todesfälle um den Faktor 10 höher liegt.

»Insgesamt schätzte eine Studie aus dem Jahr 2023 für die Studienperiode 2000 bis 2019 über 854 städtische Gebiete Europas hinweg die jährliche Übersterblichkeit durch Hitze und Kälte: 130.228 Todesfälle waren auf Kälte und 13.589 Todesfälle auf Hitze zurückzuführen«, berichtet Dr. Alexandra Schneider, Leiterin der Forschungsgruppe Umweltrisiken vom Helmholtz Zentrum München – Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt, München auf Anfrage des »Science Media Center Germany«. Die Daten wurden im Fachjournal »The Lancet« publiziert

»Man sieht daran, dass in Europa zumindest bisher noch die Kälte zu mehr Todesfällen führt als die Hitze.« Infolge der globalen Erwärmung komme es aber zu einer Verschiebung. In einer weiteren Publikation zeigten die Forschenden in Projektionen bis zum Jahr 2099, dass diese Erwärmung zu einer Abnahme der kältebezogenen Todesfälle und zu einer Zunahme der hitzebedingten Todesfälle führt.

Das Netto der Todesfälle – also die Aufrechnung der Zunahme gegen die Abnahme – steige bei jedem der berechneten Zukunftsszenarien, auch mit Einbeziehung einer gewissen Adaptation der Bevölkerung an höhere Temperaturen, bis zum Ende des Jahrhunderts an, erklärte Schneider. Dies gilt für Süd- und Mitteleuropa. In Nordeuropa übertrifft die Abnahme der kältebedingten Todesfälle dagegen die Zunahme der hitzebedingten deutlich (»Nature Medicine« 2025).

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