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Hausärzte beschweren sich bei Doc Morris wegen PR-Kampagne

Dass sich unbedingt Doc Morris und der DHÄV nun streiten, überrascht etwas. Denn 2019 hatten gerade diese beiden Parteien eine E-Rezept-Allianz begonnen. Konkret hatte eine DHÄV-Tochtergesellschaft, die Hausärztliche Vertragsgemeinschaft AG mit Doc Morris die Zusammenarbeit gestartet. Es ging damals um ein »Pilotprojekt« zum E-Rezept – in einer zweiten Phase sollte ein Prüfmodul zur Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) eingebunden werden. Die Vor-Ort-Apotheken sollten an diesem Projekt teilhaben. Mit an Bord war auch der regionale Hausärzteverband Westfalen-Lippe.

Bis heute ist allerdings völlig unklar, was aus diesem Projekt geworden ist. Der Fokus von Doc Morris lag in den vergangenen Monaten auf dem Aufbau der neuen Gesundheitsplattform »Doc Morris+«. Ebenfalls unklar ist, ob es jemals Apotheken gab, die an dem Pilotprojekt teilnahmen. Eine DHÄV-Sprecherin wollte sich nicht zu der Frage der PZ äußern, ob der Streit um die PR-Kampagne irgendwelche Konsequenzen habe und ob das Pilotprojekt noch laufe.

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