Schon im Jahr 2020 hatten die GKV-Arzneimittelausgaben stärker als erwartet zugelegt. Der DAV berechnete für 2020 über Apothekenrechenzentren abgerechnete Rezepte Arzneimittelausgaben von knapp 41 Milliarden Euro ohne Einsparungen durch Rabattverträge (+ 6,6 Prozent). Der GKV-Spitzenverband meldet für das Jahr insgesamt sogar mehr als 43,3 Milliarden Euro inklusive Einsparungen durch Rabattverträge (+ 5,4 Prozent), wobei hier auch Rezeptabrechnungen über ausländische Versandapotheken und Krankenhausapotheken mit inbegriffen sind.
Dittrich betonte: »Die Apotheken sind keine Kostentreiber im System.« Ihr Anteil an den Leistungsausgaben der GKV sei seit Jahren rückläufig und liege nur noch bei knapp über 2 Prozent. Die zahlreichen Sonderaufgaben, die die Apotheken in der Pandemie-Bekämpfung übernommen hätten, seien ohnehin in der Regel nicht zu Lasten der Kassen abgerechnet worden.
Foto: Abbildung: GKV-Spitzenverband; Quelle: Amtliche Statistik KV 45 1.-3. Quartal