Pharmazeutische Zeitung online
EU-Vorgaben

Genesenenzertifikat bald auch nach Schnelltests möglich

Den EU-weit gültigen Nachweis einer überstandenen Covid-19-Infektion können Bürgerinnen und Bürger künftig auch nach einem positiven Schnelltest erhalten. Das teilte die EU-Kommission am Dienstag mit. Hierfür zählen allerdings keine Selbsttests sondern nur bestimmte, qualifizierte Schnelltests, die durch geschultes Personal durchgeführt werden.
dpa
PZ
22.02.2022  15:38 Uhr

Bisher war für die Ausstellung eines Genesenennachweises ein positives PCR-Testergebnis nötig. Künftig soll eine überstandene Covid-19-Infektion aber auch durch ein positives Schnelltestergebnis offiziell bescheinigt werden. Diese Schnelltests müssten aber durch entsprechend qualifiziertes Personal durchgeführt worden und auf der gemeinsamen EU-Liste der Antigen-Schnelltests für Covid-19 gelistet sein, teilte die EU-Kommission am Dienstag mit. Die EU-Länder können diese Zertifikate den Angaben zufolge auch rückwirkend auf der Grundlage von Tests ausstellen, die ab dem 1. Oktober 2021 durchgeführt worden sind. Entsprechende Regeln hat die EU-Kommission am Dienstag angenommen.

EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides betonte, so könne ein Teil des erheblichen Drucks auf die nationalen Screening-Kapazitäten gelindert werden. Im Zuge der Omikron-Welle war es etwa in Deutschland zu Engpässen bei PCR-Tests gekommen. Die neuen Regeln gelten ab sofort. Länder wie Deutschland können Genesenenzertifikate auf der Grundlage von Antigen-Schnelltests ausstellen, sobald sie bereit sind, so die EU-Kommission.

Die EU-Zertifikate über Impfungen, Genesungen und frische Tests können etwa digital auf dem Smartphone hinterlegt werden. Per QR-Code kann man so in zahlreichen Ländern, auch außerhalb der Europäischen Union, nachweisen, dass man etwa bestimmte Einreisevoraussetzungen erfüllt. Welche Zertifikate Apotheken wann erstellen müssen, hat die PZ in einer Übersicht zusammengestellt.

Mehr von Avoxa