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BfArM und DIMDI

Fusion soll Anfang 2020 unter Dach und Fach sein

Im Juli hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) die Zusammenlegung des Deutschen Instituts für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) und des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) angekündigt. Die Grünen wollten wissen, wie es zu dieser Entscheidung kam und wie der Stand der Dinge ist. Die Antwort der Bundesregierung liegt nun vor.
Jennifer Evans
10.10.2019
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Grund für die Zusammenführung der beiden Institute ist es, Ressourcen zu bündeln, die Organisation zu verbessern und Kosten zu sparen, heißt es in der Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Grünen-Fraktion im Bundestag, die der Pharmazeutischen Zeitung vorliegt. Das betreffe Bereiche wie das Organspenderegister, das Implantateregister und PharmNet. Künftig sollen vor allem Themenüberschneidungen vermieden werden, so die Argumentation. Die Überlegungen zu einer Fusion von BfArM und DIMDI hat es demnach aber bereits in früheren Legislaturperioden gegeben.

Von dem Zusammenschluss sollen laut Bundesregierung auch die Beschäftigten profitieren. Unter anderem ist von unbefristeten Arbeitsverträgen und besseren Entwicklungsmöglichkeiten die Rede. Im kommenden Jahr sollen sogar 17 neue Stellen im Bereich des DIMDI durch den Aufbau des Implantateregisters entstehen. Für das BfArM stünden aufgrund des geplanten Digitale-Versorgung-Gesetzes (DVG) ebenfalls zusätzliche Aufgaben an, für die vier Vollzeitstellen geschaffen werden sollen.

Wie in Zukunft die Organisationstruktur insgesamt aussehen wird, ist nach Angaben der Bundesregierung allerdings noch »Gegenstand der laufenden Beratungen«. Abschließend geklärt ist ebenfalls noch nicht, ob es zu einer Verknüpfung der Register, Datenbanken und Informationssysteme der beiden Institute kommt. Fest steht nur: Die Daten zu Arzneimitteln und Medizinprodukten sollen vernetzt werden und das BfArM behält seinen Namen.

Die Frage der Grünen, ob noch weitere Zusammenführungen von Bundesbehörden oder Bundesoberbehörden im Geschäftsbereich des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) geplant seien, verneint die Regierung.

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