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Gesundheitsbehörden

DIMDI soll mit BfArM fusionieren

Nach Plänen des Bundesgesundheitsministers sollen das Deutsche Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) und das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) zusammengelegt werden.
Daniela Hüttemann
18.07.2019  17:30 Uhr

Das Deutsche Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) ist eine nachgeordnete Behörde des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) mit Sitz in Köln. Es listet beispielsweise die legalen Versand-Apotheken, führt ein nationales Register zu klinischen Studien und gibt die deutschen Versionen medizinischer Klassifikationen heraus wie ICD-11 und ATC. Auch das BfArM mit Sitz in Bonn ist eine nachgeordnete Behörde des BMG, jedoch mit rund 1100 Mitarbeitern deutlich größer als das DIMDI in Köln mit rund 150 Angestellten. Die kleinere Behörde soll im BfArM aufgehen. Nach Informationen des Online-Auftritts der »FAZ« will Bundesgesundheitsminister Jens Spahn die Gelegenheit nutzen, dass der bisherige DIMDI-Präsident Dietrich Kaiser demnächst in den Ruhestand geht. 

»Begründet wird die Fusion mit der besseren Ausschöpfung knapper Ressourcen und den Chancen einer größeren Kooperation zwischen den beiden Behörden, wie zum Beispiel bei der Auswertung der Gesundheitsdaten über Behandlungsverläufe, die das DIMDI in seinen Registern sammelt«, heißt es auf faz.net. Das »Deutsche Ärzteblatt« berichtet, die Fusion werde voraussichtlich im zweiten Quartal 2020 stattfinden.

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