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Teratogene Medikamente

Frauen im gebärfähigen Alter brauchen Medikationsplan

Um die Arzneimitteltherapiesicherheit von ungeborenen Kindern zu verbessern, setzt die Barmer vor allem auf die Digitalisierung, zum Beispiel die elektronische Patientenakte, und forciert Projekte, die riskante Verordnungen bei Schwangeren zu »never events« machen sollen. Damit bezeichnet man Ereignisse, die grundsätzlich vermeidbar sind und aufgrund katastrophaler Konsequenzen nie auftreten dürfen. Diese Klassifizierung von Ereignissen erfolgt bereits in Großbritannien.

Wöhler verwies auf mehrere Projekte des Barmer-Innovationsfonds, in denen die Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) sektorenübergreifend und digital unterstützt verbessert werden soll. Dies erfolge in enger Kooperation mit Ärzten, Apothekern und Patienten. In Planung ist zum Beispiel das Projekt eRIKA (elektronisches Rezept für intersektorale Kommunikation zur Arzneimittelsicherheit), in das Ärzte, Apotheker und das Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie der Charité Berlin, kurz Embryotox, eingebunden sind. Ziel ist es, vermeidbare Risiken bei der Medikation auf allen Versorgungsebenen eines Patienten aufzuspüren und möglichst zu verhindern.

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