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Resolution

EU-Parlament fordert europäische Gesundheitsunion

Antibiotika, Fachkräfte im Gesundheitswesen, Seltene Krankheiten

Antibiotika, Fachkräfte im Gesundheitswesen, Seltene Krankheiten

Neben dem Ruf nach einer europäischen Gesundheitsunion fordern die Abgeordneten mit der Resolution zudem konkrete Gesetzgebungsvorschläge zur Reduzierung des Antibiotikaeinsatzes bei Mensch und Tier und verlangen Anreize für die Entwicklung neuer Antibiotika. Darüber hinaus wollen sie Aktionspläne zum Thema Fachkräfte im Gesundheitswesen sowie zur Bekämpfung von seltenen Krankheiten und psychischen Erkrankungen. Bislang hat die Kommission bereits einen Aktionsplan zur Bekämpfung von Krebs angekündigt.

Die deutsche Ratspräsidentschaft wird laut Liese aufgefordert, den Vorschlag zur Bewertung von Gesundheitstechnologien zügig voran zu treiben und eine Position des Rates zu beschließen. Und das Europäische Parlament pocht darüber hinaus auf eine unabhängige Finanzierung von Patienten-Selbsthilfegruppen. Die Unabhängigkeit dieser Gruppen stehe derzeit in Frage, da viele von ihnen auf finanzielle Unterstützung aus der Industrie angewiesen seien.

Darüber hinaus fordern die Parlamentarier neben einer verstärkten EU-weiten Zusammenarbeit auch den Ausbau internationaler Kooperationen insbesondere im Bereich der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

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