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Gewichtsreduktion

Es muss keine Low-Carb-Diät sein

Auf die Kalorienzahl kommt es an

Das durchschnittliche Ausgangsgewicht der Personen in den Studien betrug 95 kg. Die meisten Studien (37) dauerten sechs Monate oder weniger, die längsten Studien (6) dauerten zwei Jahre an. Ergebnis: Kurzfristig betrug der durchschnittliche Unterschied in der letztlich erzielten Gewichtsabnahme etwa 1 kg. Auf lange Sicht, so die Autoren, betrug der durchschnittliche Unterschied weniger als 1 kg, wobei in diesem Zusammenhang auch biologische Gewichtsschwankungen in Folge unterschiedlicher Aktivitätsniveaus, des Hydratationsstatus, der Saison und einer etwaigen Medikamenteneinnahme in Betracht gezogen werden müssten. Es hätten sich zudem auch keine signifikanten Unterschiede in der Höhe der letztlich erzielten Blutdruck-, HbA1c- und LDL-Cholesterin-Werten finden lassen.

»Es gibt wahrscheinlich wenig bis gar keinen Unterschied in der Gewichtsreduktion und in den Veränderungen der kardiovaskulären Risikofaktoren bis zu zwei Jahren Follow-up bei übergewichtigen und fettleibigen Teilnehmern ohne und mit Typ-2-Diabetes«, machen die Autoren des Cochrane Reviews deutlich. Bestätigt wurde damit, was auch andere Studien bereits gezeigt haben: Für eine erfolgreiche Gewichtsabnahme scheint weniger die Zusammensetzung der Makronährstoffe als vielmehr die Reduktion der Energiezufuhr insgesamt entscheidend zu sein.

Besser vielseitig ernähren

Ganz abgesehen davon, dass sich jede Form der einseitigen Ernährung über Jahre hinweg gesundheitlich nachteilig auswirken kann, insbesondere auch wenn der Körper nur unzureichend mit lebensnotwendigen Nährstoffen wie Vitaminen, Mineral- und Ballaststoffen in Form von Vollkorn, Hülsenfrüchten, Gemüse und Obst versorgt wird: Es ist wichtig, die wissenschaftlichen Beweise hinter den Behauptungen zu untersuchen, so die Autoren des Cochrane Reviews.

Werde nach wie vor darüber debattiert, welche Diäten wirksam und sicher sind und welche nicht, so sei es ihr Anliegen, durch wissenschaftliche Evidenz zur Einordnung der tatsächlichen Fakten beizutragen – dieses nicht zuletzt auch vor dem Hintergrund der Tatsache, dass viel Geld ausgegeben werde, um mit Hilfe von spezifischen Produkten, Lebensmitteln und auch Büchern abzunehmen.

Mit anderen Worten: Auf dem Weg zum gesunden Wunschgewicht lassen sich durch Berücksichtigung der wissenschaftlichen Evidenz nicht nur unnötige Kosten, sondern gegebenenfalls auch gesundheitsgefährdende Umwege sparen, so lautet einer der Implikationen für die Praxis.

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