Der TI-Atlas 2026 liefert erstmals Ergebnisse zu neuen Anschlussmöglichkeiten an die TI und verdeutlicht nach Einschätzung der Gematik die positiven Effekte des TI-Gateways. Zwar sei die Umstellung auf das TI-Gateway für Einrichtungen zunächst mit Anpassungsaufwänden verbunden, doch bereits ein Drittel der umgestellten Einrichtungen berichte von einer höheren Stabilität der Verbindung und schnelleren Reaktionszeiten – Herausforderungen träten nach der Umstellung nur vereinzelt auf.
Während Anwendungen wie die ePA in Arztpraxen und Krankenhäusern zunehmend verankert sind, verdeutlicht der TI-Atlas zugleich weitere notwendige Entwicklungsschritte. Bei Pflegeeinrichtungen steht vor allem der aktuelle Umsetzungsstand der verpflichtenden TI-Anbindung im Fokus: Etwa die Hälfte der Pflegeeinrichtungen ist inzwischen an die TI angeschlossen. Der weitere Ausbau der digitalen Vernetzung bleibt damit für die Gematik ein wichtiger nächster Schritt.
Auch Künstliche Intelligenz gewinnt an Bedeutung: Bereits heute nutzt etwa die Hälfte der befragten Einrichtungen erste KI-Anwendungen – bislang vor allem zur Unterstützung administrativer und organisatorischer Prozesse.
»Der TI-Atlas 2026 zeigt, dass digitale Anwendungen im Versorgungsalltag verankert sind und dort konkreten Nutzen schaffen. Die ePA, der digitale Medikationsprozess (dgMP) mit dem elektronischen Medikationsplan und eine stabile technische Infrastruktur bilden wichtige Bausteine für eine stärker vernetzte Versorgung. Auch Anwendungen wie das E-Rezept und die Kommunikation im Medizinwesen (KIM) sind aus dem Versorgungsalltag nicht mehr wegzudenken und zeigen, wie digitale Prozesse zunehmend selbstverständlich werden«, so Florian Hartge, Geschäftsführer der Gematik.