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Ein Jahr nach Einführung
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ePA etabliert sich in der Versorgung

Vor einem Jahr begann der flächendeckende Rollout der elektronischen Patientenakte (ePA) für alle. Neue Zahlen der Gematik zeigen, dass sich die Akten zunehmend in der Versorgung etablieren. Noch in diesem Jahr sollen neue Funktionen, darunter eine Erweiterung des digitalen Medikationsplans, hinzukommen. 
AutorKontaktPZ
Datum 17.04.2026  13:30 Uhr

Nach einer langen Testphase und wiederkehrenden Sicherheitsbedenken begann im April 2025 die Einführung der elektronischen Patientenakte in Deutschland. Ein Jahr später veröffentlicht die Gematik konkrete Zahlen zur Nutzung der neuen Akten. 

Die Krankenkassen haben demnach etwa 73 Millionen Akten für ihre Versicherten angelegt. Im Schnitt werden wöchentlich mehr als 21 Millionen Abrufe von Medikationslisten verzeichnet. Allein im Februar und März 2026 gab es knapp 25 Millionen Dokumenten-Uploads. Die Gesamtzahl seit Start der ePA liegt bei mehr als 100 Millionen (Stand: 13. April). Davon entfällt knapp mehr als die Hälfte auf medizinische Befunde und Berichte, gefolgt von elektronischen Arztbriefen. Mittlerweile sind auch mehr als 5,5 Millionen Zahnbonushefte über die ePA abrufbar.

Doch nicht alle in der ePA gespeicherten Dokumente werden auch genutzt. Die Zahl der Dokumenten-Downloads seit ePA-Start liegt aktuell bei mehr als 37,4 Millionen. Bis zu 93.000 (Zahn-) Arztpraxen greifen wöchentlich auf die ePA ihrer Patienten zu. Diese Zahl steigt stetig. Anfang Oktober 2025 waren es noch knapp 84.000 Zugriffe. Die Zahl der registrierten GesundheitsIDs, die den Versicherten Zugriff auf ihre ePA ermöglichen, beträgt 5,1 Millionen.

Schleppender ePA-Start in Krankenhäusern

»Die Zahlen zeigen, dass die ePA bundesweit in der Versorgung genutzt wird. Die eingestellten Daten und Dokumente unterstützen tagtäglich die Behandlung und Therapie-Entscheidungen. Das ist ein wichtiger Fortschritt für die Versorgung und die Digitalisierung des Gesundheitswesens. Mit der Einführung der ePA holen wir im europäischen Vergleich entscheidend auf. Auch wenn viele andere europäische Länder bereits seit Jahren mit einer ePA arbeiten, brauchte es auch dort Zeit, bis Routine und Akzeptanz erreicht wurden«, sagt Florian Fuhrmann, Vorsitzender der Gematik-Geschäftsführung.

Doch die ePA ist noch nicht überall angekommen. Während beispielsweise Apotheken und (Zahn-)Arztpraxen die ePA bereits in ihre Abläufe integriert haben, läuft die Umstellung laut Gematik in vielen Krankenhäusern noch. Grund dafür ist demnach die komplexere technische Infrastruktur. Die Anpassung der Prozesse dauere länger als in kleineren Einrichtungen. Die Nutzung der ePA nimmt aber auch hier zu. Während Anfang Oktober 2025 ca. 2000 Dokumente wöchentlich von Krankenhäusern eingestellt wurden, waren es in der letzten Woche bereits mehr als 90.000.

Die ePA wird von der Gematik als »Herzstück der modernen Versorgung« bezeichnet und soll Schritt für Schritt weiter ausgebaut werden. In diesem Jahr sollen weitere Funktionen hinzukommen: 

  • die Erweiterung des digital gestützten Medikationsplans inklusive strukturierter Dosierangaben
  • die Einführung einer Volltextsuche und Push-Benachrichtigungen für Versicherte in ihrer ePA-App
  • die Datenausleitung zu Forschungszwecken
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