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Chronischer Husten
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Entwicklung von Camlipixant eingestellt

Nachdem der P2X3-Rezeptorantagonist Camlipixant im Rahmen von zwei Phase-III-Studien bei refraktärem chronischen Husten nicht überzeugte, hat Glaxo-Smith-Kline die Entwicklung dieses Wirkstoffs eingestellt.
AutorKontaktPZ
Datum 17.08.2026  15:00 Uhr

Ein refraktärer chronischer Husten (RCC) besteht länger als acht Wochen und bleibt trotz Behandlung möglicher Ursachen bestehen. Ursache ist oft eine Überempfindlichkeit der Nerven für den Hustenreflex. P2X3-Rezeptoren befinden sich unter anderem auf sensitiven C-Fasern der Atemwege. P2X3-Rezeptorantagonisten blockieren den Ionenkanal, reduzieren die Aktivierung der C-Fasern und sollen den Hustenreiz lindern. Mit Gefapixant ist bereits seit 2023 ein Vertreter dieser Wirkstoffklasse zugelassen, aber in Deutschland nicht auf dem Markt.

Mit Camlipixant hat das britische Pharmaunternehmen Glaxo-Smith-Kline (GSK) einen weiteren Vertreter der Pixante in der Pipeline. Kürzlich informierte das Unternehmen in einer Pressemeldung jedoch, die Entwicklung für die Indikation RCC nicht weiter vorantreiben zu wollen.

Zunächst hatte Camlipixant mit einer Dosierung von 50 mg zweimal täglich in der CALM-1-Studie in Woche zwölf noch den primären Endpunkt erreicht. Dieser war definiert als eine statistisch signifikante Reduktion der Hustenhäufigkeit innerhalb von 24 Stunden im Vergleich zu Placebo. In der CALM-2-Studie hingegen erreichte das gleiche Dosierungsschema in Woche 24 keine statistische Signifikanz beim gleichen primären Endpunkt. Eine Dosierung von 25 mg zweimal täglich erreichte in keiner der beiden Studien das erhoffte Ergebnis.

Auch sekundäre Endpunkte wie patientenberichtete Ergebnisse anhand eines Chronic Cough Diary (CCD) wurden in beiden Studien nicht erreicht. Gesamthäufigkeit und Schweregrad behandlungsbedingter unerwünschter Ereignisse waren laut GSK über alle Studiengruppen hinweg vergleichbar.

Für die Indikationen Reizdarmsyndrom mit Diarrhö (IBS-D) und Reizdarmsyndrom mit gemischter Symptomatik (IBS-M) sollen Wirksamkeit und Sicherheit weiter untersucht werden, teilt das Unternehmen mit.

Vor wenigen Jahren hatte bereits Bayer die Entwicklung seines P2X3-Rezeptorantagonisten Eliapixant eingestellt.

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