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Versorgungskrise
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Engpässe bei Arzneimitteln im Iran nehmen zu

Laut eines Berichts der Deutschen Welle wird die Situation im Iran immer angespannter, was den Zugang zu Medikamenten und medizinischer Versorgung betrifft. Dortige Apotheken melden leere Regale.
AutorKontaktMelanie Höhn
Datum 05.06.2026  13:00 Uhr
Engpässe bei Arzneimitteln im Iran nehmen zu

Die Folgen des Krieges im Iran sind verheerend: Patientinnen und Patienten laufen von Apotheke zu Apotheke für dringend benötigte Medikamente, doch es gibt vielerorts schlichtweg nichts mehr. Ärztinnen und Ärzte müssen mit ansehen, wie Patienten ihre Rezepte nicht mehr einlösen, weil sie sich die Medikamente nicht mehr leisten können. Viele Krankheiten bleiben unbehandelt. Das berichtet die »Deutsche Welle« (DW). 

Irans Pharmasystem hänge teilweise von importierten Rohstoffen und im Ausland hergestellten Medikamenten ab, weshalb Verzögerungen und höhere Transportkosten rasch zu Engpässen und Preissteigerungen im Inland führen würden.

Zahlungsbeschränkungen machen Beschaffung schwierig

Der Transport sei jedoch nur ein Teil des Problems, berichtet die »Deutsche Welle«. Der Iran ist eines der am stärksten sanktionierten Länder der Welt. Selbst wenn Medikamente technisch gesehen von den Sanktionen ausgenommen sind, können Bank- und Zahlungsbeschränkungen die Beschaffung dennoch langwierig, kompliziert und teuer machen. Dieser finanzielle Engpass beeinträchtige den iranischen Pharmasektor bereits seit Jahren. In Kriegszeiten wirke er sich jedoch noch verheerender aus: Steigende Preise, gestörte Lieferketten, beschädigte Infrastruktur und schwindende Kaufkraft würden sich gegenseitig verstärken, so das Medium.

Zwar hätten iranische Regierungsvertreter erklärt, dass strategische Reserven sowie die heimische Produktion einen vollständigen Zusammenbruch verhindert hätten. Doch das Bild, das Patienten, Ärzteschaft und Branchenvertreter zeichnen, sei weitaus besorgniserregender, so die »Deutsche Welle«.

Hadi Ahmadi, ein Sprecher des iranischen Apothekerverbands, warnte gegenüber dem Medium davor, dass der Krieg neue Engpässe bei Materialien verursachen könnte, die für die pharmazeutische Produktion benötigt werden, darunter Aluminium und petrochemische Vorprodukte. Selbst dort, wo noch Medikamentenbestände vorhanden seien, könnte sich die künftige Produktion erschweren, sollten industrielle Rohstoffe und Verpackungsmaterialien knapp werden.

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