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Anstrengungsinduzierte Anaphylaxie
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Eine Sportallergie, die es wirklich gibt

Körperliche Bewegung gilt als eines der wirksamsten Mittel zur Gesundheitsvorsorge. Unter bestimmten Umständen kann Sport jedoch eine lebensbedrohliche allergische Reaktion auslösen. Oft steht diese auch im Zusammenhang mit bestimmten Lebensmitteln.
AutorKontaktCarolin Kühnast
Datum 28.07.2026  07:00 Uhr

Management im Alltag

Grundsätzlich müssen Betroffene nicht auf Sport verzichten. Um die persönlichen Grenzen auszutesten, kann es helfen, mit niedriger Intensität zu starten und diese langsam zu steigern. Auch ein Wechsel der Sportart kann eine Möglichkeit sein. Bei einer FDEIA sollte man für mindestens vier bis sechs Stunden vor der Sporteinheit auf den Verzehr des potenziellen Auslösers verzichten, also etwa auf Meeresfrüchte. Außerdem sollten weitere Cofaktoren wie Schmerzmittel, Alkohol und Hitze berücksichtigt werden. Es ist empfehlenswert, nicht allein zu trainieren oder eine Smartwatch zu verwenden, die spezielle Notfalleinstellungen ermöglicht. Treten trotz aller Vorkehrungen Symptome auf, ist das Training sofort zu unterbrechen.

Während bei leichten allergischen Reaktionen orale Antihistaminika oder bei belastungsinduziertem Asthma kurzwirksame β2-Sympathomimetika helfen können, sollte bei erhöhtem Anaphylaxie-Risiko ein Notfallset mitgeführt werden. Es wird ärztlich verordnet und besteht in der Regel aus einer Glucocorticoid-Lösung, einem Antihistaminikum und einem Adrenalin-Autoinjektor.

Als Alternative zum Autoinjektor steht seit 2024 das Epinephrin-haltige Nasenspray Eurneffy® zur Verfügung, das auch zur Behandlung einer anstrengungsinduzierten Anaphylaxie zugelassen ist. Bei den ersten Anzeichen einer schweren allergischen Reaktion wird ein Sprühstoß in ein Nasenloch gegeben. Bleibt die Wirkung aus oder verschlechtern sich die Symptome erneut, kann nach etwa zehn Minuten eine weitere Dosis in dasselbe Nasenloch appliziert werden. Betroffene sollten deshalb immer zwei Sprays mit sich führen. Der Wirkeintritt des Nasensprays ist mit der Anwendung eines Autoinjektors vergleichbar, die Handhabung gilt jedoch als deutlich einfacher. Es kann bei Erwachsenen und Kindern mit einem Mindestgewicht von 15 kg eingesetzt werden.

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