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Europäische Pharmazeutinnen
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Ein Treffen zwischen Vergangenheit und Wunschdenken

Am 27. Juni 2026 tagte das 20. Europäische Pharmazeutinnen Treffen (EWPM) zum Thema »Women Pharmacists‘ Struggle for Gender Equality – Past, Present and Future« in Berlin. Internationale pharmazeutische und kosmetische Expertinnen liefern Einblicke mit Geschichtsträchtigkeit. 
AutorKontaktPaulina Kamm
Datum 08.07.2026  16:15 Uhr
Ein Treffen zwischen Vergangenheit und Wunschdenken

Das zwanzisgte Europäische Pharmazeutinnen Treffen (EWPM) fand im Rahmen des Symposiums »Starke Frauen gestalten die Zukunft« statt. Christine Heading, Pharmazeutin im Ruhestand aus London, ist eine dieser »starken Frauen« und referierte zumThema »Suffrage and women’s rights in the UK: a pharmacy perspective«. Hierfür beleuchtete sie drei Perspektiven; Vergangenheit, Gegenwart und die Zukunft

Frauenrechte seien keine Selbstverständlichkeit, sie wurden nicht gegeben, sondern erkämpft und wurden im Laufe der englischen Geschichte zum Teil wieder entzogen. Heading untermauerte mit Beispielen aus den letzten 150 Jahren: »So mussten Frauen, die im Krieg gearbeitet hatten, Platz machen für Heimkehrer, verheiratete Frauen wurden zum Beispiel in Banken und im öffentlichen Dienst zurückhaltend eingestellt«, heißt es in einer entsprechenden Pressemitteilung.

1905 fand sich demnach die National Association of Women Pharmacists (NAWP) zusammen, um in Pharmazie und Gesellschaft Frauenrechte zu fordern. Bereits ab 1878 durften Pharmazeutinnen Mitglieder der Royal Pharmaceutical Society (RPS) werden. Vierzig Jahre später, ergo erst 1918, wurden erstmalig zwei Frauen als Vorständinnen der Standesvertretung zugelassen.

Gegenwart und Zukunft

Die Expertin Heading mahnte, dass der Kampf für Frauenrechte längst nicht vorbei sei. Frauen hielt sie an, aufmerksam zu sein, wenn sie Diskriminierung erfahren oder beobachten. Beispiele hierfür seien Arbeitsplatzverlust in Schwangerschaft oder Mutterschutz und ausgewählte Abtreibungen von weiblichen Föten. 

Für die Zukunft schreibt demnach Julia Dippner-Kocyba, Vorstandsmitglied der Apothekerkammer Berlin (AK Berlin), Apothekerinnen die Rolle der »Architektinnen von Innovationen im Arzneimittelbereich« zu. »In 100 Jahren könnten wir erinnert werden als Frauen, die geholfen haben, die Zukunft zu gestalten.« 

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