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mRNA-1273 von Moderna

Dritter Corona-Impfstoff im Zulassungsverfahren

Die EMA betont, dass auch bei einem Rolling Review die üblichen Standards an Wirksamkeit, Unbedenklichkeit und Qualität angelegt werden. Erst wenn die dafür benötigten Daten vorlägen, werde die Entscheidung getroffen. Zum Zeithorizont macht die Behörde keine genauen Angaben.

Modernas mRNA-1273 besteht aus der mRNA, die für das Spike-Protein von SARS-CoV-2 kodiert. Diese ist in Lipidpartikel gehüllt, die eine gewisse Stabilität der mRNA garantieren sollen. Wie genau mRNA-Vakzinen funktionieren, lesen Sie hier.

»Wir gehen davon aus, dass unsere Investitionen in die mRNA-Verabreichungstechnologie und in die Weiterentwicklung des Herstellungsprozesses es ermöglichen werden, unseren Covid-19-Impfstoffkandidaten bei Temperaturen, wie sie in gängigen pharmazeutischen Gefrierschränken und Kühlschränken üblich sind, zu lagern und zu versenden«, sagte Juan Andres, Chief Technical Operations and Quality Officer bei Moderna. Das Unternehmen plant, in den kommenden Wochen auch eine Notfallzulassung in den USA zu beantragen, wenn in der Studie 151 Covid-19-Fälle gezählt wurden bei einer durchschnittlichen Verlaufskontrolle von mehr als zwei Monaten.

Laut Pressemitteilung von Moderna sollen bis Jahresende 20 Millionen Impfdosen für die USA bereit stehen. Damit können 10 Millionen Menschen immunisiert werden. Ab 2021 sollen jährlich 500 Millionen bis eine Milliarde Impfdosen produziert werden. Die EU-Kommission verhandelt derzeit nach eigenen Angaben mit dem US-Konzern über die Lieferung von bis zu 160 Millionen Impfdosen, meldet die Deutsche Presseagentur. Ein Vertrag sei aber noch nicht abgeschlossen.

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