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Opioid-Krise in USA

Drei Großhändler und Teva wenden Prozess durch Vergleich ab

Vier Unternehmen haben in letzter Minute einen richtungsweisenden Schmerzmittel-Prozess in den USA durch einen Vergleich abgewendet. Die Arzneimittelhändler McKesson, AmerisourceBergen und Cardinal Health zahlen dabei nach Angaben eines Klägeranwalts vom Montag zusammen 215 Millionen Dollar. Zudem zahlt der israelische Pharmahersteller Teva 20 Millionen Dollar in bar.
dpa
PZ
22.10.2019
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Außerdem stellt Teva das unter dem Markennamen Suboxone® (Buprenorphin-Naloxon) bekannte Medikament zur Behandlung von  Opioid-Abhängigkeit im Wert von 25 Millionen Dollar zur Verfügung.  Insgesamt ergibt sich somit eine Vergleichssumme von 260 Millionen Dollar, das entspricht rund 233 Millionen Euro. Laut Angaben der »Neuen Züricher Zeitung« (NZZ) kontrollieren die drei Arzneihändler rund 95 Prozent des amerikanischen Marktes im Großhandel mit Arzneimitteln. Die Großhändler wurden nach Angaben der NZZ angeklagt, weil sie es versäumt hatten auf verdächtige zu häufige Bestellung der Opioide hinzuweisen. Den Herstellern von rezeptpflichtigen Opioiden werfen die Kläger vor, die Suchtrisiken für Patienten mit chronischen Schmerzen falsch dargestellt zu haben und damit die Opioid-Krise in den USA mit ausgelöst zu haben. Zahlreiche Klagen gegen Hersteller von Opioiden sind in den USA anhänglich - einige Urteile und Vergleiche wurden bereits geschlossen, meist gelten sie nur in einem Bundesstaat.

Vergleich gilt nur für zwei Bezirke in Ohio

Eigentlich hatte an diesem Montag in Cleveland der erste wegweisende US-Prozess gegen Firmen beginnen sollen, die beschuldigt werden, mit Schmerzmitteln zur grassierenden Medikamentenabhängigkeit und Drogen-Epidemie beigetragen zu haben. Bundesstaaten, Städte und Landkreise fordern von der Pharma-Industrie Milliarden von Dollar zurück, die sie für den Kampf gegen Opiat-Abhängigkeit und Überdosierungen ausgegeben haben. Bei dem nun erzielten Vergleich ging es zunächst nur um Klagen zweier Bezirke im US-Bundesstaat Ohio. Die Konzerne sind mit zahlreichen weiteren Klagen konfrontiert.

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