Fazit des Wissenschaftlers: »Als spielerische Strategie, um einen spontanen Kauf zu unterbrechen, kann so etwas vielleicht interessant sein. Einen therapeutischen Ansatz bei einer Kaufsucht ersetzt es sicherlich nicht.«
Und auch beim Datenschutz ist Vorsicht angebracht. Betreiber solcher »Dopamin-Shops« könnten auswerten, für welche Produkte sich Nutzer interessieren. Bei kostenlosen Angeboten lohnt sich deshalb laut Rasimus immer ein Blick auf Geschäftsmodell, Datennutzung und mögliche Werbung oder Abonnements.
Für problematisch hält der Experte von der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Karlsruhe zudem, wenn solche Apps selbst darauf ausgelegt sind, dass Nutzer möglichst häufig zurückkehren, etwa durch Belohnungen oder tägliche Anreize. »Dann würde unter Umständen nur ein Konsumritual durch ein anderes digitales Nutzungsritual ersetzt«, so der Konsumexperte.