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Schnarchen

Diese Strategien helfen

Schnarchen stört den Schnarcher selbst zumeist am wenigsten. Beeinträchtigt fühlen sich eher Bettnachbarn, die durch das laute Geräusch mitunter nicht in den Schlaf finden oder während der Nacht mehrfach geweckt werden. Welche Hilfen gibt es?
Maria Pues
23.09.2021  07:00 Uhr

Handelt es sich um ein harmloses Schnarchen oder sind die lauten Schlafgeräusche Anzeichen für eine gefährliche Schlafapnoe? Zwei Anhaltspunkte können einen ersten Hinweis geben. Für ein harmloses Schnarchen spricht, wenn dieses praktisch ununterbrochen anhält und der Schnarcher sich beim Erwachen am nächsten Morgen frisch und ausgeruht fühlt. Gelegentliche Aussetzer sind dabei meist unbedenklich. Kommt es hingegen immer wieder zu – auch längeren – Aussetzern, fühlt sich der Schläfer am nächsten Morgen unausgeschlafen und den ganzen Tag müde und erschöpft, kann dies ein Hinweis auf eine Schlafapnoe sein. Bei Verdacht auf eine Schlafapnoe sollte nachdrücklich ein Arztbesuch angeraten werden, denn der anhaltende Sauerstoffmangel belastet Herz und Kreislauf, was das Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse erhöht.

Wie entsteht Schnarchen? Entspannt sich im Schlaf die gesamte Muskulatur, so betrifft dies auch die Muskulatur der oberen Atemwege. Dann wird es dort eng, sodass die Luft mit erhöhtem Druck durch die Atemwege strömt. Geraten dabei Gewebe in Vibrationen, kommt es zu den bekannten Sägegeräuschen. Zumeist geschieht es beim Einatmen. Ein verlängertes Zäpfchen, eine große Zunge, vergrößerte Rachenmandeln, aber auch Bissfehlstellungen, bei denen der Unterkiefer im Schlaf nach hinten rutscht, begünstigen das Schnarchen. Oft wirkt sich dies in Rückenlage besonders stark aus. Aber auch eine verstopfte Nase, zum Beispiel infolge eines Schnupfens oder einer Allergie, können dazu beitragen. Genuss- und Arzneimittel, die eine Entspannung der Muskulatur bewirken, verstärken das Schnarchen ebenfalls. Zu den Schnarch-verstärkenden Genussmitteln gehören alkoholische Getränke, aber auch Nicotin begünstigt Schnarchen. Bei den Arzneimitteln sind es vor allem Schlaf- und Beruhigungsmittel wie Benzodiazepine und Z-Substanzen sowie ältere Antihistaminika, zum Beispiel Diphenhydramin oder Doxylamin.

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