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Geriatrie

Diese Arzneimittel sollten Senioren meiden

Erhöhte Sturzgefahr

Stürze im Alter können zu schwerwiegenden Verletzungen führen. Besonders gefürchtet sind dabei Oberschenkelhalsfrakturen. Sie führen zu starken Schmerzen, einer eingeschränkten Immobilität und haben eine Letalitätsrate von bis zu 25 Prozent. Diese folgenschweren Stürze werden durch verschiedene Wirkstoffe begünstigt, darunter Benzodiazepine, Antihypertensiva und Diuretika.

Die Wirkung von Benzodiazepinen basiert auf der allosterischen Modulation am GABAA-Rezeptor. Dadurch nimmt die Öffnungswahrscheinlichkeit des Chlorid-Kanals zu, es kommt zur Hyperpolarisation und die Erregbarkeit sinkt. Dadurch wirken Benzodiazepine anxiolytisch und antikonvulsiv, aber auch sedierend, hypnotisch und muskelrelaxierend. In der Folge steigt die Sturzgefahr. Auch Antihypertensiva und Diuretika können Stürze infolge einer orthostatischen Dysregulation begünstigen. Zu den Symptomen gehören Schwindel und eine Abnahme der Sehfunktion.

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