Der wirtschaftspolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Andreas Lichert, sagte, der Kahlschlag bei Biontech sollte eine Warnung sein, dass Hessen für Pharmaindustrie wieder attraktiver werden müsse. »Wir können und wollen nicht länger mit dem Scheckbuch wedeln und die Unternehmen mit Subventionen ködern.« Es helfe nur, die Energiepreise zu senken, den Emissionshandel wettbewerbsfähig zu gestalten und die Infrastruktur auszubauen.
Der FDP-Fraktionsvorsitzende Stefan Naas warnte, es sei nicht ausgemacht, dass die Pharmaindustrie in Hessen noch eine prosperierende Zukunft habe. Das Land feiere zwar jede Neuansiedlung. Die Freien Demokraten vermissten jedoch ein Konzept der Landesregierung zum Pharmastandort Hessen. »Biontech in Marburg ist Vergangenheit.« Er frage die Landesregierung: »Wo war denn da die aktive Wirtschaftspolitik?«
Die Grünen-Abgeordnete Kaya Kinkel rief zur Solidarität mit den betroffenen Mitarbeitenden am Marburger Werk auf. Sie hätten beim Aufbau der Produktion Beachtliches geleistet. Vom Wirtschaftsministerium kämen lediglich »Beileidsbekundungen« – das sei keine aktive Industriepolitik, kritisierte Kinkel. Politik dürfe nicht erst aktiv werden, wenn die Entscheidung für eine Schließung bereits getroffen sei.
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