| Daniela Hüttemann |
| 19.06.2026 15:30 Uhr |
Die Gefahr besteht, dass sich die Erreger auch langfristig hier etablieren, wenn die infizierten Reiserückkehrer von hiesigen Tigermücken gestochen werden. Tigermücken wurden bereits von Süddeutschland bis nach Norddeutschland gefunden. Sie breiten sich vor allem entlang des Rheins aus, doch auch beispielsweise in München, Dresden und Berlin gibt es bereits etablierte Populationen.
Reisende aus Endemiegebieten sollten sich daher auch noch mindestens zwei Wochen nach ihrer Rückkehr mit Repellenzien einsprühen, rät das RKI. Zudem soll hier der Mückenschutz zunehmend genauso ernst genommen werden wie in wärmeren Reiseregionen.
Personen mit einem erhöhten Risiko für schwere Verläufe von West-Nil-Infektionen (vor allem ältere Menschen und Personen mit Vorerkrankungen) sollen sich in den betroffenen Gebieten insbesondere im Sommer bis zum Frühherbst vor Stechmücken schützen.
Reisenden in Dengue- und Chikungunyavirus-Endemiegebiete wird ein ganztägiger Mückenschutz empfohlen. Zudem sollten sie sich zu entsprechenden Impfmöglichkeiten gemäß Empfehlungen der Ständigen Impfkommission informieren.