| Paulina Kamm |
| 23.04.2026 17:00 Uhr |
Netzwerken und politische Sichtbarkeit seien von immenser Wichtigkeit, war sich das Panel einig. »Wenn wir als Frauen diese Themen nicht vorantreiben, wird es kein anderer tun«, betonte Galle. Auch Stefanie Schuster von Astella Pharma erörterte, dass eine interdisziplinäre, nationale Gesamtstrategie der Weg zu mehr und besserer Frauengesundheit sei. Hier könne man sich auch ein Beispiel an den skandinavischen Ländern, dem Vereinigten Königreich oder Kanada nehmen, so Schuster.
Politik, Lehre, Forschung, Wirtschaft und Gesellschaft müssten zusammenarbeiten, doch Schuster mahnte: »Ein Umsetzungsplan mit Timelines, damit wir nicht in einem Jahr wieder da sitzen und sagen: ›Wo ist denn das Geld hin?‹ schafft mehr Verbindlichkeit«, so Schuster.
Denn, dass überhaupt Gelder für Frauengesundheit zur Verfügung gestellt werden, ist laut der Fachärztin für Gynäkologie und Geburtsmedizin, Mandy Mangler, ein historischer Moment und liegt an Frauen in Entscheidungspositionen: »Die einzige Erklärung, dass sie das richtig gut verstehen, ist, dass sie Frauen sind, weil ihre ganzen Vorgänger hätten die Chance gehabt, das auch zu machen«, so Professorin Mangler.