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Zukunftskongress Apotheke

»Die Laientests sollen keine Ramschware werden«

Die drei Politiker und AVNR-Chef Preis diskutierten auch ausgiebig über das Apothekenhonorar. Apotheker Preis wies die Politiker darauf hin, dass die Apotheken in der Pandemiezeit deutlich weniger Rezepte als sonst in die Apotheke bekommen. Spätestens Mitte oder Ende dieses Jahres könnten die Apotheken daher in eine wirtschaftliche Schieflage kommen, so der Verbandschef. »Wenn jetzt nichts passiert, haben wir bald ein Problem«, sagte Preis. Konkret beschwerte er sich unter anderem darüber, dass die Apotheker im Gegensatz zu den Ärzten keine finanzielle Unterstützung bei der Beschaffung von Schutzausrüstung bekommen haben. Auch dass Apotheker für die Durchführung von Antigentests schlechter honoriert werden als Mediziner, sei nicht zu erklären so Preis. Und auch die Vergütung der Pharmazeuten in Impfzentren sei ungerecht (Ärzte: 160 Euro pro Stunde, Apotheker: 60 Euro). Schließlich forderte der Verbandschef insbesondere mit Blick auf die Wahlprogramme zur Bundestagswahl, dass die Politik umdenke und die Dienstleistungen der Apotheker deutlich besser vergüte. Die für die pharmazeutischen Dienstleistungen vorgesehenen 150 Millionen Euro ab 2022 seien viel zu wenig, so Preis.

FDP-Gesundheitsexperte Ullmann pflichtete Preis zwar bei, dass die Apotheker endlich ihre Kompetenzen mehr nutzen sollten und für Dienstleistungen besser bezahlt werden müssten. Es reiche aber nicht, so Ullmann, schlichtweg mehr Geld zu fordern. Vielmehr wünsche er sich von der ABDA neue Vergütungsvorschläge, beispielsweise eine Gebührenordnung. »Die Apotheker sind keine akademischen Verkäufer, sie sind Heilberufler«, so der FDP-Politiker. Er kritisierte, dass derzeit alle Beratungsleistungen in den Arzneimittelpreis eingepreist sind.

Auch Kippels erklärte, dass er sich für eine bessere Vergütung von Dienstleistungen einsetze. Er sei sich »absolut sicher«, dass dies in die Pläne für die nächste Legislaturperiode einfließen werde. Dies sei aber ein »großer Wurf« und nicht so schnell umsetzbar, so der CDU-Politiker. Zudem kritisierte er Preis dafür, dass er schon vor Beginn der vergüteten pharmazeutischen Dienstleistungen mehr Geld fordere. »Das ist eindeutig zu früh«, sagte Kippels.

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