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ADKA-Mitgliederversammlung
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Die ADKA wird jünger

Erstmals in ihrer 115-jährigen Verbandsgeschichte hat die ADKA in ihrer Mitgliederversammlung am 12. Juni 2026 eine Juniorpräsidentin gewählt.
AutorKontaktJohanna Hauser
Datum 15.06.2026  15:41 Uhr

Mit der Wahl von Laurette Reisdörfer (Evangelisches Krankenhaus Köln-Kalk) setzt die ADKA ein deutliches Zeichen für die aktive Beteiligung des beruflichen Nachwuchses an der strategischen Weiterentwicklung der Krankenhauspharmazie. Das neu geschaffene Amt soll jungen Krankenhausapothekern eine stärkere Stimme innerhalb der Verbandsstrukturen geben und den Generationendialog fördern. Dafür entfällt das Amt des zweiten Vizepräsidenten. Damit endete die Präsidiumstätigkeit von Kim Green (Klinikum Oldenburg)

satzungsgemäß. Das restliche Präsidium inklusive des amtierenden Präsidenten Dr. Jochen Schnurrer (Universitätsklinikum Essen) blieb unverändert.

Ebenfalls erstmals wurde der Vorsitz des Wissenschaftlichen Beirats der ADKA gewählt. Die Mitgliederversammlung bestimmte Privatdozentin Dr. Claudia Langebrake (Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf) in dieses Amt. Die ADKA stärke damit ihre wissenschaftliche Ausrichtung und schaffe eine noch engere Verzahnung von Forschung, Versorgungspraxis und Verbandsarbeit, hieß es von Verbandsseite.

Darüber hinaus wählten die Mitglieder Vorsitzende für fünf Fachausschüsse der ADKA: Ausschuss Antiinfektive Therapie (PD Dr. Christina König, Hamburg), Ausschuss Aus-, Fort- und Weiterbildung (Stefanie Kuntze, Münster), Ausschuss Intensivmedizin und Klinische Ernährung (Patryk Mysior, Köln), Ausschuss Psychiatrie und Neurologie (Dr. Pamela Reißner, Bad Homburg) und Ausschuss Strategisches Management (Lisa Langehegermann, Dortmund).

»Die Zukunft der Krankenhauspharmazie entsteht durch wissenschaftliche Exzellenz, innovative Ideen und deren Umsetzung vor Ort«, betonte ADKA-Präsident Dr. Jochen Schnurrer. »Für die zukünftige Entwicklung unseres Verbandes haben wir mit den diesjährigen Wahlen wichtige Weichen gestellt.«

Im öffentlichen Teil der Mitgliederversammlung wurde Dr. Heike Oberpichler-Schwenk, Chefredakteurin der Krankenhauspharmazie, in den Ruhestand verabschiedet. In ihrem Dankeswort betonte Dr. Constanze Rémi die gute Zusammenarbeit über die Jahre. Oberpichler-Schwenk habe die Krankenhauspharmazie über viele Jahre hinweg begleitet und diese mit fachlicher Kompetenz und gutem Gespür für relevante Themen wesentlich mitgeprägt. Während ihrer Zeit als Chefredakteurin brachte sie circa 220 Hefte zur Veröffentlichung und habe eine wichtige Brückenfunktion zwischen Wissenschaft und Praxis, Autoren und Leserschaft, aber auch zwischen Anspruch und Verständlichkeit übernommen, so Rémi.

Preise für drei Poster

Im Anschluss führte Ina Richling, St. Johannes Hospital Dortmund, durch die Verleihung des ADKA-Posterpreises. Zulasten des zweiten Platzes wurden dieses Jahr zwei erste Plätze ausgelobt. Die 1000 Euro Preisgeld gingen einmal nach Regensburg an Stephanie Vogel und Dr. Alexander Leibold für eine Arbeit zur »Inhomogenität von Noradrenalin-Lösungen in Spritzpumpensystemen und deren Vermeidung«. Dieses Poster sei sehr schulungsrelevant, so Richling.

Der zweite erste Platz wurde Vivien Berger aus Hamburg zugesprochen, die ein Tool zur Relevanz pharmazeutischer Interventionen (CLEO) validierte (»Relevanz pharmazeutischer Interventionen im Krankenhaus messen: deutschlandweite CLEO-Validierung«). Positiv habe die Jury den Mut bewertet, auch negative Ergebnisse darzustellen, die mit der Überlegung verbunden waren, wie eine Verbesserung der Ergebnisse erzielt werden könnte.

Der mit 500 Euro dotierte dritte Platz ging an Anna Frey aus Heidelberg für das Poster zum Thema »Von der Probengewinnung zur sicheren Dosierung: Präanalytische Stabilität von Flucloxacillin in Blut und Plasma«. Mit ihren validen Erkenntnissen zum Therapeutischen Drug Monitoring von Flucloxacillin könne die Arbeit gut für Schulungen auf Station genutzt werden, so Richling.

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