| Christina Hohmann-Jeddi |
| 10.06.2026 13:00 Uhr |
Vor diesem Hintergrund empfiehlt die aktuelle internationale Leitlinie der International Working Group on the Diabetic Foot (IWGDF) Menschen mit Diabetes und erhöhtem Risiko für Fußulzera, weder im Haus noch im Freien barfuß zu laufen. »Auch nicht in Socken oder mit dünnsohligen Schuhen«, betonte der Mediziner. Er rät zum Tragen von weiten bequemen Schuhen – möglichst ohne Innennähte, die scheuern könnten. Zudem sollten Menschen mit Diabetes täglich ihre Füße und Fußsohlen inspizieren, gegebenenfalls mit einem Spiegel oder der Hilfe des Partners. Wichtig ist auch eine konsequente Hautpflege, da bei Diabetes die Haut oft rissig wird, sodass Wunden auch ohne äußere Einwirkungen entstehen können.
Sind bereits Verletzungen entstanden, sollte rasch gehandelt werden. »Rötungen, Blasen, Druckstellen und Wunden, aus denen Sekret kommt, sollten ernstgenommen und ärztlich abgeklärt werden«, sagt Adili. Wichtig sei auch, »die Betroffenen rasch von den Fußsohlen runterzuholen«. Der betroffene Fuß sollte nicht weiter belastet werden. Eine erste Maßnahme – bs zum Arttermin – sei, die Wunde mit sterilen Flüssigkeiten zu reinigen und einem Pflaster abzudecken, das aber täglich gewechselt werden sollte.