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Barfußschuhe
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Was sie bringen und wie der Umstieg klappt

Dünne, biegsame Sohlen und mehr Freiheit für die Zehen - das macht Barfußschuhe aus. Was können die Treter für die Fußgesundheit tun? Und wie vermeidet man fiesen Muskelkater beim Wechsel?
AutorKontaktdpa
Datum 08.06.2026  17:30 Uhr
Was sie bringen und wie der Umstieg klappt

Die Vorteile des Barfußlaufens mitnehmen, ohne dreckige Fußsohlen und ein Verletzungsrisiko durch Splitter zu riskieren? Wer das wünscht, kann in Barfußschuhe schlüpfen. Typisch für diese Art von Schuhen ist eine dünne, flexible Sohle und vergleichsweise viel Freiraum für die Zehen. Außerdem verzichten Barfußschuhe auf eine sogenannte Sprengung, also auf einen Höhenunterschied zwischen Ferse und Vorfuß.

»Dadurch wird die natürliche Fußbewegung weniger beeinflusst und die Fußmuskulatur wird stärker gefordert«, so Dr. Mellany Galla, Fachärztin für Orthopädie und Unfallchirurgie. Das kann - wie regelmäßiges Barfußlaufen an sich - der Fußgesundheit guttun, weil die vielen, kleinen Muskeln im Fuß dadurch gestärkt werden.

»Für Menschen ohne relevante Fußbeschwerden können Barfußschuhe eine Möglichkeit sein, die Fußfunktion gezielt zu trainieren. Ein genereller gesundheitlicher Vorteil für alle Menschen lässt sich wissenschaftlich jedoch nicht ableiten«, so die Fachärztin mit Schwerpunkt auf Sprunggelenk- und Fußchirurgie.

Fußform, Trainingszustand, Körpergewicht, mögliche Vorerkrankungen am Fuß oder Sprunggelenk - von all diesen Faktoren hängt ab, ob und wie sehr ein Fuß von Barfußschuhen profitieren kann. Im Zweifel gilt: das Thema mit Orthopäde oder Orthopädin besprechen.

Für wen Barfußschuhe problematisch sein können

In einigen Fällen ist Vorsicht angesagt, dann ist die Rücksprache mit Arzt oder Ärztin ein Muss. Das gilt bei:

  • einem eingeschränkten Schmerzempfinden an den Füßen, etwa als Folge einer Diabeteserkrankung. Eine sogenannte Polyneuropathie kann dazu führen, dass Betroffene Verletzungen und Druckstellen an ihren Füßen zunächst nicht bemerken - und sie zu spät behandelt werden.
  • ausgeprägten Fußfehlstellungen wie einem Knick-Senkfuß. »Manche Betroffene benötigen stabilisierende Schuhe oder orthopädische Einlagen, um Beschwerden zu reduzieren«, so Galla.
  • Menschen mit fortgeschrittener Arthrose im Fuß- bzw. Sprunggelenkbereich. Hier kann Barfuß(schuh)laufen zu Schmerzen führen, weil der Fuß mit dieser Art von Belastung nicht umgehen kann.
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