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Pharmakovigilanz
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Datenberge mit KI bewältigen

Um die Arzneimittelsicherheit fortlaufend zu überwachen, werden Sicherheitsinformationen gesammelt und verarbeitet. Methoden aus dem Bereich der künstlichen Intelligenz (KI) könnten dabei einige Prozesse beschleunigen.
AutorKontaktNicole Schuster
Datum 08.02.2024  07:00 Uhr

Ohne Menschen geht es nicht

Obwohl KI/ML künftig also einige Pharmakovigilanz-Prozesse erleichtern und beschleunigen könnten, haben die neuen Technologien auch Limitationen. Denn Sicherheitsdaten sind sehr heterogen und zugrunde liegende Mechanismen sind oft noch unbekannt. Die Analyse wird zudem dadurch erschwert, dass viele Informationen nur unvollständig erfasst und weitergegeben werden. Auch wird keine KI in absehbarer Zukunft die Frage beantworten können, wie viel ein Arzneimittel schaden darf, damit der Nutzen noch überwiegt.

Mehr Daten bedeuten also nicht zwangsläufig mehr Sicherheit. Wenn das Volumen an automatisiert gemeldeten Berichten ansteigt, nimmt auch das Risiko für Mehrfachmeldungen, Redundanz und Fehler zu. Menschliche Expertise wird somit in einigen Bereichen vorerst unverzichtbar bleiben. Nicht zuletzt stehen beim Einsatz von KI Fragen der Datenfreigabe und -sicherheit einer möglicherweise verbesserten Patientensicherheit gegenüber.

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