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Kommunikation im Gesundheitswesen
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Daten werden oft über unsichere Kanäle verschickt

Das Healthtech-Unternehmen Doctolib hat eine repräsentative YouGov-Umfrage in Auftrag gegeben, um festzustellen, wie es um die Möglichkeiten zu datenschutzkonformer Kommunikation unter Gesundheitsfachkräften steht.
AutorKontaktPZ
Datum 22.10.2026  17:00 Uhr
Datum Aktualisiert am 23.10.2026  10:40 Uhr

KIM: Kommunikation im Medizinwesen

Die Möglichkeit, über alle medizinischen Sektoren datenschutzkonform zu kommunizieren, wäre allerdings durch E-Mail-Dienste wie Kommunikation im Medizinwesen (KIM) gewährleistet. Durch KIM könnten patientinnen- und patientenbezogene Befunde, Dokumente und Nachrichten via Mail versandt werden, beschreibt die Gematik auf ihrer Website. Auf diesem Weg könne man Prozesse digital und automatisiert unterstützen, auf ein bundeseinheitliches Adressbuch – auch Verzeichnisdienst (VZD) genannt – zugreifen und Nachrichten verschlüsselt und signiert vermitteln.

Auch Daten werden demnach strukturiert und automatisiert verarbeitet und zugeordnet. »Das Versenden einer KIM-Nachricht ist so einfach wie das Versenden einer E-Mail. Es ist keine neue Software nötig, sondern funktioniert über das Primärsystem«, heißt es weiter. Die Gematik bietet Checklisten und Anleitungen, um bei der Einrichtung von KIM zu unterstützen.

Stimmen aus der Bevölkerung

Heidemarie Haeske-Seeberg, Vorsitzende des Aktionsbündnisses Patientensicherheit (APS), warnt vor den möglichen Folgen: »Falsch, zu spät oder unvollständig übermittelte Informationen bergen erhebliche Risiken für die Patientensicherheit. Tools, die rechtzeitig korrekte Informationen insbesondere an den Übergängen zwischen den verschiedenen Versorgungseinrichtungen und -ebenen übermitteln, tragen deshalb zur Verbesserung der Patientensicherheit bei.«

Die Problematik scheint bekannt zu sein. In der Umfrage äußerten sich 56 Prozent der Deutschen besorgt darüber, dass potenzielle geopolitische Entwicklungen oder beispielsweise gezielte Angriffe auf Stromnetze die Versorgung gefährden könnten. 84 Prozent der Bevölkerung erwarten sichere Kommunikation von ihren Behandelnden.

Wie gut Deutschland auf einen Krisenfall vorbereitet ist und worauf Apotheken achten sollten, war auch Thema  der jüngsten Folge des PZ-Talks »Alex’ Doppelte Dosis« mit Oberstapotheker Bernd Klaubert, Leitender Apotheker und Inspizient Wehrpharmazie der Bundeswehr und seit Januar 2026 Präsident der Deutschen Gesellschaft für Wehrmedizin und Wehrpharmazie (DGWMP).

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