Pharmazeutische Zeitung online Avoxa
whatsApp instagram facebook bluesky linkedin xign

Expertenrat
-
Das kann bei Erektionsstörungen helfen

Viele Männer haben irgendwann in ihrem Leben Erektionsprobleme. Das ist vollkommen normal. Aber wie damit umgehen?
AutorKontaktdpa
Datum 22.06.2026  16:00 Uhr

So normal Erektionsprobleme sind, so stressig können sie für Betroffene in dem Moment und grundsätzlich sein. Sie fragen sich: Was ist los mit mir? »Die Gründe können vielfältig sein«, sagt Professor Dr. Jann-Frederik Cremers von der Klinik für Andrologie am Universitätsklinikum Münster. »So einfach das Ergebnis ist, so komplex kann der Hintergrund sein. Wenn ein Auto nicht fährt, kann das Gründe von Kolbenfresser bis zur Motorsteuerung haben.«

In vielen Fällen sind die Probleme körperlich bedingt. Vor allem Vorerkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck oder bestimmte Arzneimittel können Erektionsprobleme begünstigen. »In vielen Fällen gibt es eine organische Ursache, wie etwa Diabetes oder eine Veränderung der Gefäße. Da hat es mal angefangen«, sagt Cremers. Das könne aber in der Folge zu Stress und Performance-Angst führen – dann spielt auch die Psyche mit und verschärft das Problem. »Stress ist der größte Feind der Erektion«, sagt Cremers.

Weg mit der Scham

Wie lässt sich der Teufelskreis durchbrechen? Wer sich beim Geschlechtsverkehr selbst unter Druck setzt, kann sich ein vertrauensvolles Gespräch mit Partner oder Partnerin suchen. Denn wer die Erektionsstörung anspricht, hat schon einen großen Schritt getan, um Stress und Scham abzubauen – und sich künftig besser hingeben zu können.

Sinnvoll ist auch, das Gespräch mit Urologe oder Hausarzt zu suchen, um der Ursache hinter den Erektionsproblemen auf den Grund zu gehen. Falls indiziert, können außerdem Potenzmittel wie Sildenafil oder Tadalafil oder andere Therapien verordnet werden.

Auch ein gesunder Lebensstil – ausgewogene Ernährung, viel Bewegung, kein Alkohol und Nikotin – kann Besserung bringen. Durch regelmäßigen Sport etwa verbessert sich dem Helios Klinikum zufolge die Durchblutung der Muskulatur und der inneren Organe – auch die von Hoden, Prostata, Schwellkörper und Beckenbodenmuskulatur.

Mehr von Avoxa