| Annette Rößler |
| 02.09.2026 13:30 Uhr |
Dapagliflozin reduzierte die Rate an AKI im Vergleich zu Placebo signifikant auf etwa die Hälfte: In der Dapagliflozin-Gruppe kam es bei 28 Prozent der Patienten innerhalb von sieben Tagen nach der OP zu einer AKI, in der Placebogruppe bei 52 Prozent (relative Risikoreduktion um 46 Prozent). Die insgesamt vergleichsweise hohe Inzidenz von AKI in der Studienpopulation kam laut den Autoren vor allem durch das letztgenannte Kriterium der KDIGO zustande (Abfall der Urinmenge), das in der Placebogruppe 48 Prozent der Patienten mit AKI erfüllten und in der Dapagliflozin-Gruppe 21 Prozent.
Da die Urinmenge nach einer Operation bei relativ vielen Menschen vorübergehend abnimmt, könnte man infrage stellen, dass dieses Kriterium in diesem Setting angewendet werden sollte. Die Autoren verweisen jedoch auf Studienergebnisse, wonach gerade dies sich langfristig negativ auf die kardiovaskuläre Gesundheit der Betroffenen auswirkt. Insgesamt belegt die MERCURI-2-Studie somit klar einen Nierenschutz durch Dapagliflozin in der perioperativen Anwendung bei Herz-OPs.