| Alexander Müller |
| 04.09.2026 09:00 Uhr |
Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die bereitstehenden Mittel bislang nur zum Teil abgerufen wurden, weil die Erbringung nicht für alle Apothekeninhaber wirtschaftlich erscheint. Anfang des Jahres hat der Deutsche Apothekerverband (DAV) den Vertrag zur Honorierung der pDL gekündigt. Denn die 2022 von der Schiedsstelle festgelegten Honorierungen seien nicht mehr angemessen. Nicht unwahrscheinlich, dass auch in diesem Fall wieder ein Schiedsspruch notwendig wird.
Mit der Apothekenreform wurde der Mittelzustrom in den Nacht- und Notdienstfonds (NNF) nun zunächst gestoppt. Die pDL werden bis zum Jahresende aus dem bestehenden Topf bezahlt – der mit rund 600 Millionen Euro aber gut gefüllt ist. Ab 2027 sollen die Apotheken die pDL dann direkt mit den Krankenkassen abrechnen. Dann dürfte sich auch zeigen, wie stabil das Bekenntnis der DAK-Gesundheit zu den Leistungen ist.