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Lieferengpässe
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Bundesregierung will keine neuen Lagerhaltungspflichten

Um die Situation bei der Lieferfähigkeit von Arzneimitteln zu verbessern, schlagen insbesondere die Krankenkassen oft neue Lager- und Bevorratungspflichten vor – sowohl für Hersteller als auch für Großhändler und Apotheken. Die Bundesregierung stellt nun aber klar, dass sie entsprechende Maßnahmen nicht verfolgt.
AutorKontaktBenjamin Rohrer
Datum 06.01.2023  12:30 Uhr
Ministerium will auch keine neuen Informationspflichten

Ministerium will auch keine neuen Informationspflichten

In ihrer Antwort an die AfD-Fraktion stellt die Bundesregierung auch klar, dass eine Ausweitung dieser Informationspflichten nicht geplant sei – weitere Maßnahmen würden keinen Erkenntnisgewinn bringen und die Unternehmen lediglich belasten, heißt es in dem BMG-Papier. Außerdem ist das BMG der Meinung, dass Arzneimittelexporte in andere Länder nicht ursächlich für die derzeitige Versorgungssituation seien.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hatte bereits mehrfach angekündigt, dass er auch gemeinsam mit dem Wirtschaftsministerium weitere, langfristige Maßnahmen plane, um die Lieferketten bei Arzneimitteln neu zu gestalten. Gegenüber der AfD-Fraktion gibt das BMG nun außerdem an, dass man Zuschüsse für Unternehmen plane, wenn sie hierzulande neue Herstellungsanlagen planen. Wörtlich heißt es: »Derzeit prüft die Bundesregierung, ob die Förderung des Auf- und Ausbaus lokaler Produktionsanlagen möglich ist. Im Steuer- und Verfahrensrecht erscheint ein branchenübergreifender Ansatz vorzugswürdig.«

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